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Politik

Patientenbeauftragte mahnt Krankenkassen zu mehr Transparenz

Dienstag, 15. Juni 2021

Claudia Schmidtke /dpa

Berlin – Die Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Claudia Schmidtke, hat die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland zu mehr Transparenz über ihre Leistungen aufgefordert. „Ich erwarte, dass alle Krankenkassen Berichte zur Qualität ihrer Leistungsgewährung und zu Leistungskennzahlen wie der Bearbeitungszeit von Anträgen oder der Anzahl erfolgreicher und abgelehnter Widersprüche öffentlich und transparent zur Verfügung stellen.

Entsprechende Informationen können Versicherten helfen, besser einzuschätzen, ob ihre Kasse im Krankheitsfall für sie da sein wird“, sagte sie in Berlin. Schmidtke stellte in diesem Zusammenhang die Ergebnisse der sogenannten Transparenzumfrage 2021 unter den gesetzlichen Krankenkassen vor.

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Danach veröffentlichen alle elf Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) seit dem 14. Dezember 2020 Transparenzberichte auf ihren Internetseiten und informieren über ihr Leistungsgeschehen. Elf Betriebskrankenkassen (BKKen) veröffentlichen Daten zum Leistungsgeschehen, zehn weitere BKKen planen und sechs BKKen prüfen eine Veröffentlichung. „Hervorzuheben ist die vom BKK Dachverband ins Leben gerufene Transparenz- und Qualitätsoffensive“, sagte Schmidtke.

Von den sechs Innungskrankenkassen veröffentlichen drei Kassen Daten zu Widerspruchs- und Klageverfahren auf ihren Internetseiten. Zwei IKKen planen und eine IKK prüft konkrete Maßnahmen. Die sechs Ersatzkassen veröffentlichen laut der Patientenbeauftragten bislang keine Daten zu den Bearbeitungszeiten, Widerspruchszahlen oder Beschwerdeaufkommen.

„Mittlerweile veröffentlichen 25 und damit fast ein Viertel aller Krankenkassen Daten zu ihrem Leistungsgeschehen“, sagte Schmidtke – dies sei eine begrüßenswerte Tendenz, könne jedoch „nur ein erster, aber wichtiger Schritt in die richtige Richtung gewesen sein“, so die Patientenbeauftragte. © hil/aerzteblatt.de

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