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Arbeitsunfälle im vergangenen Jahr um rund 13 Prozent gesunken

Dienstag, 15. Juni 2021

/Studio Romantic, stock.adobe.com

Berlin – Im vergangenen Jahr gab es in Deutschland deutlich weniger Arbeits- und Wegeunfälle als in den Vorjahren. Das geht aus Zahlen der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen für das Jahr 2020 hervor, welche die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) jetzt veröffentlicht hat. Stark gestiegen ist hingegen die Zahl der gemeldeten Berufskrankheiten.

Danach sank die Zahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle von 871.547 im Jahr 2019 auf 760.492 im Jahr 2020. Das ist ein Rückgang um fast 13 Prozent. Die Zahl der meldepflichtigen Wegeunfälle ging um rund 18 Prozent auf 152.823 zurück. Noch stärker sanken die Zahlen in der Schüler-Unfallversicherung. Gab es 2019 noch 1.176.664 Schulunfälle, so waren es 2020 noch 691.284. Das entspricht einem Rückgang um gut 41 Prozent.

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2020 starben 399 Beschäftigte an den Folgen eines Arbeitsunfalls, 98 weniger als im Jahr zuvor. Die Zahl der Beschäftigten, die auf ihrem Weg zur oder von der Arbeit tödlich verunglücken, ging um fast 23 Prozent auf 238 zurück.

„Homeoffice, Homeschooling, eingeschränkte Mobilität – die Kennzahlen 2020 der gesetzlichen Unfall­versicherung sind ein Abbild des Alltags während der Pandemie“, bewertet Stefan Hussy, Hauptge­schäftsführer der DGUV, die Zahlen.

Die Unfallversicherungsträger erhielten 2020 aber 106.491 Anzeigen auf Verdacht einer Berufskrankheit, fast 33 Prozent mehr als im Vorjahr. 30.329 dieser Anzeigen wurden im Zusammenhang mit einer Erkrankung an COVID-19 gestellt. Abzüglich der mit Corona in Zusammenhang stehenden Erkrankungen gingen die restlichen Berufskrankheiten leicht zurück.

101.206 Verdachtsanzeigen wurden im Jahr 2020 entschieden (plus 29 Prozent). In 52.956 Fällen wurde das Vorliegen einer Berufskrankheit bestätigt (plus 50 Prozent). Davon wurde in 37.181 Fällen eine Berufskrankheit anerkannt, dies entspricht einem Anstieg von über 100 Prozent im Vergleich zu 2019. Von den Verdachtsanzeigen auf COVID-19 wurden bis zum Jahresende 18.065 anerkannt, ein Teil der Anzeigen wird weiter im laufenden Jahr 2021 bearbeitet. © hil/aerzteblatt.de

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