NewsÄrzteschaftBPtK legt Forderungen zur Gesundheitsminister­konferenz vor
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

BPtK legt Forderungen zur Gesundheitsminister­konferenz vor

Dienstag, 15. Juni 2021

Dietrich Munz /dpa

Berlin – Die psychischen Belastungen und Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen infolge der Coronapandemie in den Fokus zu rücken, fordert die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) anlässlich der morgigen Gesundheitsministerkonferenz (GMK). Dabei gehe es nicht nur darum, schulische Lerndefizite auszugleichen, sondern insbesondere die psychischen Ressourcen und Widerstandskräfte von Kindern und Jugendlichen zu stärken.

Die BPtK plädiert in diesem Zusammenhang unter anderem für mehr psychotherapeutische Behandlungsplätze für Kinder und Jugendliche. Durch die Coronapandemie sei der psychotherapeutische Beratungs- und Behandlungsbedarf bei Kindern und Jugendlichen gestiegen. Deshalb müssten kurzfristig mehr befristete Praxissitze für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie, also so genannte „Ermächtigungen“, zugelassen werden. Die Länder sollten auf die Kassenärztlichen Vereinigungen und Krankenkassen einwirken, so mehr Behandlungsplätze für psychisch kranke Kinder und Jugendliche zu schaffen.

Anzeige

„Kinder und Jugendliche mit psychischen Erkrankungen infolge der Corona-Pandemie brauchen jetzt Hilfe und dürfen nicht auf die Wartebank geschoben werden“, so BPtK-Präsident Dietrich Munz.

Mittelfristig sei außerdem eine Reform der Bedarfsplanung notwendig, um die monatelangen Wartezeiten in der ambulanten Psychotherapie zu verkürzen – insbesondere in ländlichen und strukturschwachen Regionen.

Zudem sollten niedrigschwellige Beratungsangebote der Jugendhilfe ausgebaut werden. „Erziehungs- und Familienberatungsstellen sind häufig die ersten Anlaufstellen, wenn es in Familien Probleme gibt und Kinder psychische Beschwerden haben“, so Munz.

Um Kindern und ihren Familien passgenaue Unterstützung zukommen zu lassen, sollten außerdem die Kooperation zwischen Mitarbeitenden der Jugendhilfe und den behandelnden Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten gestärkt werden. Die mit dem Kinder- und Jugendstärkungsgesetz jüngst beschlossenen Kooperationsvereinbarungen müssten schnell umgesetzt werden. © aha/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS
VG WortLNS LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER