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Politik

GKV-Spitzenverband will Rettungsdienst als Teil des Gesundheitswesen

Dienstag, 15. Juni 2021

/dpa

Berlin – Der Rettungsdienst müsse regulärer Teil des Gesundheitswesens werden, dafür sprach sich heute Wulf-Dietrich Leber, Leiter der Abteilung „​Krankenhäuser“ beim GKV-Spitzenverband, im Rahmen des Hauptstadtkongresses aus. Hierfür brauche es eine entsprechende Grundgesetzänderung – derzeit liegt der Rettungsdienst in der Verantwortung der Länder.

Eine solche Reform sei „überfällig“, so Leber. In diesem Rahmen solle dann auch eine umfassende digitale Ausstattung des Rettungsdienstes erfolgen. Ebenso notwendig sei die Reform der Notfallversorgung an den Krankenhäusern.

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Aus seiner Sicht werde die angestrebte Funktion der integrierten Notfallzentren (INZ) als „Containerriegel“ der Kassenärztlichen Vereinigungen nicht erreicht. An allen Krankenhäusern, welche Notfälle aufnehmen, sollte „zwingend“ eine KV-Notdienstpraxis existieren.

An einem gemeinsamen Tresen – kooperativ betrieben von Krankenhaus und KV – solle dann die Zuweisung zu entweder der KV-Notdienstpraxis oder eben der Notfallaufnahme des Krankenhauses erfolgen.

Bernhard Gibis von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) betonte, es brauche keinen neuen Versorgungssektor für eine gelungene Notfallversorgung. Eine gute Kooperation von jeweiliger KV und Krankenhaus, eine stringente Patientensteuerung sowie die digitale Vernetzung aller Beteiligten seien allerdings Voraussetzung.

Erste Schritte seien in diesen Bereichen schon erfolgt, so Gibis. Er verwies hierzu unter anderem auf den Ausbau der 116117-Plattform. Zukünftig denkbar sei die direkte Kooperation der 116117 mit der Notrufnummer 112. Hierzu kündigte Gibis für den September eine Onlinetagung an. © aha/aerzteblatt.de

Kommentare

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Avatar #722321
Hennighausen
am Dienstag, 15. Juni 2021, 19:37

Gefahr der Entstehung eines Bürokratiemonsters

Bundesweit einheitliche Regelungen f. d. Rettungsdienst sind notwendig. Die Länderhoheit hat den Vorteil, dass man, mit der Kenntnis der Region, regional/ vor Ort weiß, was am besten zu tun ist. Ein bundesweit einheitlicher Rettungsdienst würde vermutlich manche organisatorische Dinge erleichtern, würde aber eine zusätzliche Verwaltungsebene notwendig machen, und dieses kostet wieder viel Geld. Man sollte evtl. die Erfahrungen aus der ehemaligen DDR zu Rate ziehen, vielleicht hat man da schon einen Anhalt (bei den Feuerwehren hatte die Einheitlichkeit in der ehemaligen DDR auch gute Seiten, so jedenfalls wurde es mir mitgeteilt).
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