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Medizin

Künstliche Intelligenz analysiert rote Blutzellen

Donnerstag, 29. Juli 2021

/picture alliance, Cigdem Simsek

Saarbrücken/Homburg – Bekanntlich gibt es viele Erkrankungen, die sich nicht nur auf die Zahl, sondern auch die Form der roten Blutzellen auswirken. Wissenschaftler der Universität des Saarlandes und des Universitätsklinikums des Saarlandes ist es nun gelungen, Blutzellen 3-dimensional darzustellen und die Verteilung der Formen in einer Blutprobe automatisiert zu erfassen. Sie berichten darüber im Fachjournal PLoS Computational Biology (2021; DOI: 10.1371/journal.pcbi.1008934).

„Wir haben die Zellen mit einem Konfokalmikroskop Schicht für Schicht aufgenommen und so ein 3-dimensionales Bild erstellt“, erklärt Greta Simionato, Biologin am Lehrstuhl für Experimentalphysik von Christian Wagner. Mithilfe einer künstlichen Intelligenz können auf diese Weise tausende Zellen einer Blutprobe in wenigen Sekunden dargestellt werden und insbesondere die Verteilung der einzelnen Formen im Blut gemessen werden.

Normal ist die bikonkav genannte Form, die einem in der Mitte leicht eingedrückten Pfannkuchen ähnelt. Daneben gibt es runde, stachelige, sichelförmige und vielerlei weitere Zwischenformen. „Dank der künstlichen Intelligenz können wir die Verteilung der Formen in einer Blutprobe nun sehr schnell und sehr genau messen. Weicht dann die Zusammensetzung der Blutprobe von der Normalverteilung in gesunden Blutproben ab, können Mediziner weiter untersuchen, um welche Krankheit es sich genau handelt“, erklärt Stephan Quint, der die Studie initiiert hat.

„Mit unserer Methode können wir also sehr gut Therapieerfolge messen und überwachen und auch den Schweregrad einer Krankheit genau bestimmen“, betont er. Auch Blutbanken könnten so eine einfache Methode an die Hand bekommen, um die Qualität des bei ihnen gelagerten Blutes zu untersuchen – auch jenseits von Infektionskrankheiten, die standardmäßig getestet werden. © hil/aerzteblatt.de

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