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Vermischtes

Bundesverband sieht Gesundheitsindustrie als Schlüsselfaktor für wirtschaftlichen Erfolg

Mittwoch, 16. Juni 2021

/Ivan Traimak, stockadobecom

Berlin – Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) fordert bessere Rahmenbedingungen für Ge­sundheitsunternehmen in Deutschland. „Wir brauchen mehr Innovationskraft und Wertschöpfung hierzu­lande, besonders im Wettlauf um digitale Zukunftstechnologien“, sagte der BDI-Präsident Siegfried Russ­wurm zu der heute stattfindenden BDI-Veranstaltung „Standortfaktor Gesundheitsindustrie“.

„Die Coronapandemie hat gezeigt, wie bedeutsam eine leistungsfähige industrielle Gesundheitswirt­schaft (iGW) ist – für die Gesundheitsversorgung gerade auch in Krisen und auch als volkswirtschaftlicher Faktor. Die iGW hat das Potenzial, zu einer Schlüsselbranche des 21. Jahrhunderts zu werden. Damit dies gelingt, braucht sie auch ein klares industriepolitisches Bekenntnis der Bundespolitik“, hieß es aus dem Bundesverband.

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Für die deutsche Industrie ist laut Russwurm zentral, dass die Politik den Schutz geistigen Eigentums mit dem Patentrecht als wesentlichem Innovations- und Investitionsanreiz weiterhin sicherstelle und Geneh­migungsverfahren von Produktionsanlagen effizienter gestalte. Bund und Länder sollten außerdem Unter­­­­­nehmen die Nutzung von Gesundheitsdaten für Forschungszwecke erleichtern.

„Wenn jedes Bundesland für sich festlegt, wie sich Gesundheitsdaten nutzen lassen, wird ein nationaler und erst recht ein europäischer Gesundheitsdatenraum immer unwahrscheinlicher. Je größer der Gesund­heitsdatenraum, umso besser für die Entwicklung innovativer Gesundheitsprodukte“, sagte Russwurm. Er betonte die Branche sichere „langfristig Beschäftigung, exzellente Forschung und eine hochqualitative wie bezahlbare Gesundheitsversorgung in Deutschland.“

In dem Positionspapier „Strategie für die industrielle Gesundheitswirtschaft – Anker in Krisenzeiten und Wachstumstreiber der Zukunft“ betont der BDI, das Verständnis von Gesundheit als Kostentreiber des Sozialwesens sei überholt.

„Vielmehr müssen diese Ausgaben als Investitionen in unsere Gesundheit gesehen werden. Sie schaffen einen Mehrwert für das individuelle Wohlergehen und sind das Rückgrat einer stabilen Wirtschaft und unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens“, so die Autoren des Papiers. © hil/aerzteblatt.de

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