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Ausland

Österreich lockert weiter, Sperrstunde fällt weg

Donnerstag, 17. Juni 2021

Österreichs Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP,l-r), Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Österreichs Sozial- und Ge­sund­heits­mi­nis­ter Wolfgang Mückstein (Grüne) sprechen im Rahmen einer Pressekonferenz zu weiteren Öffnungsschritten während der Coronapandemie. /picture alliance, APA, Roland Schlager

Wien – In Österreich fallen zum 1. Juli weitere Coronabeschränkungen. So wird die wegen der Corona­krise eingeführte Sperrstunde aufgehoben. Damit sei auch die Nachtgastronomie bei zunächst etwas re­duzierter Kapazität wieder möglich, sagte Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) heute in Wien.

Die Infektionslage sei deutlich besser als allgemein erwar­tet, so der Regierungschef mit Blick auf die Sieben-Tage-Inzidenz von 15. „Wir können weitere große Schritte in Richtung Normalität machen“, so Kurz.

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In der Gastronomie entfalle die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske nun auch für die Mitarbeiter, er­klärte Tourismus­ministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP). Das Lächeln einer Servicekraft sei wieder sicht­barer Ausdruck der Gastfreundschaft.

Kunst, Kultur und Sport seien – wie bereits vor einiger Zeit angekündigt – ab 1. Juli wieder in ihrer gan­zen Breite zu erleben, sagte Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer (Grüne). Alle Veranstaltungen seien dann ohne Obergrenzen für das Publikum möglich.

Dann würden auch wieder Events mit Stehplätzen erlaubt. Statt einer FFP2-Masken-Pflicht werde im Handel, in Bussen und Bahnen sowie in den Museen das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ausreichen.

Weiterhin gilt für den Besuch der Gastronomie oder von Veranstaltungen die sogenannte 3-G-Regel. Das heißt, der Gast muss getestet, genesen oder geimpft sein. Ab 1. Juli müssen sich allerdings nur noch alle testen lassen, die mindestens zwölf Jahre alt sind. Am 22. Juli sollen weitere Erleichterungen in Kraft treten.

Kurz erinnerte daran, dass Österreich beim Impfen deutliche Fortschritte gemacht habe. So sei mehr als die Hälfte der Bevölkerung zumindest einmal geimpft. Auch die Teststrategie mit etwa 400.000 Tests täg­lich habe sich bewährt.

Die Delta-Variante des Coronavirus könne die Hoffnung auf eine weitere Entspannung der Lage eintrü­ben, sagte hingegen Oswald Wagner, Vizerektor der Medizinischen Universität Wien. Eine Impfung sorge allerdings auch gegen diese Variante für einen sehr hohen Schutz. © dpa/aerzteblatt.de

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