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Politik

Pandemie in Deutschland: Spahn zieht positive Bilanz

Donnerstag, 17. Juni 2021

/picture alliance, Kay Nietfeld

Berlin – Mit 1,2 Millionen Impfungen am Tag (16.6.2021) steht Deutschland in der Bewältigung der Coro­napandemie nach den bevölkerungsstarken Staaten USA, China, Brasilien und Indien im internationalen Vergleich gut da. Diese trotz starker Kritik positive Bilanz zog Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) heute auf der digitalen Jahrestagung 2021 des Verbandes der Privaten Kran­ken­ver­siche­rung (PKV).

„Was wir an Infrastruktur haben, gibt es in wenigen anderen Ländern“, sagte Spahn. Inzwischen sei in Deutschland die Hälfte der Bevölkerung einmal geimpft, drei von vier Erwachsenen wollten sich impfen lassen.

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Ende Juli bis Anfang August, so bekräftigte Jens Spahn, werde jeder, der sich impfen lassen wolle, auch ein Impfangebot erhalten. Deutschland habe ein resilientes Gesundheitswesen, das seine Bevölkerung „beschützt und auffängt“. Dieser Status müsse, so Spahn, jetzt für die zwanziger Jahre erhalten werden.

Erfolge sieht der Minister auch im Bereich der Digitalisierung des Gesundheitswesens: Seit Ankündigung der Videosprechstunde im Jahr 2018 sei die Zahl der Behandlungen per Video von nur 3.000 auf mehrere Millionen in 2020 gestiegen. Hier seien im Rahmen der Pandemie Grundlagen geschaffen worden, die dazu befähigten, die Videosprechstunde als festen Bestandteil der Versorgung zu erhalten.

Auch die Schaffung des digitalen Impfzertifikats sieht Spahn positiv. Nach holperigem Anfang seien 15 Millionen Zertifikate in kurzer Zeit vergeben worden. Innerhalb von drei Monaten Entwicklungszeit sei ein Verfahren entwickelt worden, das „weltweite Vorbildfunktion“ habe. Das sei auch „ein großer und wichtiger Schritt für die EU“.

Handlungsbedarf sieht der Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter nach wie vor zur Klärung von Grundsatzfragen in der Weiterentwicklung der Sozialsysteme. Deutschland sei nach Japan „das zweitälteste Land der Welt“.

Hier gebe es Bedarf zur Klärung, wie in einem „System, in dem Wettbewerb Mittel zum Zweck ist“, Ge­sundheits- und Pflegeleistungen künftig finanziert werden könnten. Dazu zähle auch die notwendige Diskussion, ob eine Steuerfinanzierung die Teilhabe der Sozialsysteme an dem Wertzuwachs einer Ge­sellschaft gewährleisten könne. © mn/aerzteblatt.de

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