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Ausland

Israel stellt eine Million Impfdosen für Palästinenser bereit

Freitag, 18. Juni 2021

/picture alliance, Ilia Yefimovich

Jerusalem – Israel stellt der palästinensischen Autonomiebehörde rund eine Million Impfdosen gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 zur Verfügung, die kurz vor dem Verfall stehen. Ein entsprechendes Ab­kommen sei mit der palästinensischen Autonomiebehöre unterzeichnet worden, erklärte die Regierung von Minister­präsident Naftali Bennett heute.

Israels Bedarf an Impfstoffen ist derzeit gedeckt, der betroffene Pfizer/Biontech-Impfstoff hat bald das Ver­fallsdatum erreicht. Im Gegenzug werde Israel im September oder Oktober die gleiche Menge an Impfdo­sen erhalten, die Pfizer/Biontech zu diesem Zeitpunkt ursprünglich in die palästinensischen Gebiete schi­cken sollte. Die palästinensische Autonomiebehörde im Westjordanland gab zunächst keine Stellungnahme zu der Ankündigung ab.

Inzwischen sind in Israel rund 55 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen SARS-CoV-2 geimpft, das ent­spricht etwas 5,1 Millionen Menschen. Auf palästinensischer Seite haben nach Angaben des paläs­tinensi­schen Gesundheitsministeriums nur 260.713 Menschen im Westjordanland und im Gazastreifen ihre beiden Dosen erhalten.

Von vorgestern bis gestern wurden 170 neue Fälle in den beiden palästinensischen Gebieten gemeldet, womit sich die Gesamtzahl der Fälle seit Beginn der Pandemie auf mehr als 312.000 erhöht hat. Das pa­lästinensische Gesundheitsministerium verzeichnete insgesamt bisher rund 3540 Todesfälle. © afp/aerzteblatt.de

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