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Medizin

Neue Empfehlungen zum Einsatz des MRT bei Multipler Sklerose

Dienstag, 22. Juni 2021

/romaset, stock.adobe.com

Hannover/Berlin – Eine internationale Expertengruppe hat neue Empfehlungen zum Einsatz der Magnet­resonanztomografie (MRT) für die Diagnostik, Prognoseabschätzung und Verlaufsbeurteilung der Multi­plen Sklerose (MS) herausgegeben.

Sie sind in der Zeitschrift Lancet Neurology erschienen (DOI: 10.1016/S1474-4422(21)00095-8). Erstau­tor ist Mike Wattjes vom Institut für Diagnostische und Interventionelle Neuroradiologie der Medizi­nischen Hochschule Hannover.

„Diese neuen Empfehlungen sind insofern ein Meilenstein, da sie jetzt von drei – sowohl dem Europäi­schen als auch den beiden nordamerikanischen – Konsortien getragen werden“, kommentierte der Ex­perte der Deutschen Gesellschaft für Neurologie, Ralf Gold aus Bochum, das Erscheinen des Papiers. In der Konsensusgruppe finden sich Co-Autoren aus Deutschland, Niederlande, UK, USA, Italien, Österreich, Dänemark, Schweiz, Kanada und Spanien.

Ein besonderer Fokus liegt auf der Standardisierung von MRT-Protokollen für die Diagnostik, für die Einschätzung der Prognose und für das Therapiemonitoring.

Die Standardisierung erlaubt eine bessere Interpretation und Vergleichbarkeit in Studien, aber auch indi­viduell für exakte Verlaufsbeurteilungen, was laut den Autoren auch den Einsatz von Kontrastmitteln reduzieren kann. Zur Problematik des Einsatzes gadoliniumhaltiger Kontrastmittel bezieht die Gruppe ausführlich Stellung. Im Gegensatz zu früheren Leitlinien empfehlen sie, wiederholte Gadoliniumgaben bei fehlender klinischer Konsequenz zu vermeiden.

Die Gruppe empfiehlt in dem Papier zudem die sogenannte 3D-FLAIR-Bildgebung. Sie habe die höchste Diagnosegenauigkeit, auch bei der Überwachung der Therapieeffektivität. Spinale MRT-Untersuchungen empfiehlt die Gruppe für die initiale Diagnostik zur Erfassung der ZNS-Verteilung und im Verlauf bei gezielter Indikation – aufgrund der technischen Herausforderung bei schwacher Evidenz jedoch nicht für ein Routinemonitoring im Rahmen einer MS-Therapie. © hil/aerzteblatt.de

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