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Politik

Universitätskliniken und Krankenkassen für Netzwerkstrukturen in stationärer Versorgung

Mittwoch, 23. Juni 2021

/upixa, stock.adobe.com

Berlin – Die stationäre Versorgung sollte gestuft weiterentwickelt, in Netzwerken organisiert und darauf aufbauend die Finanzierung ausgestaltet werden. Das schlagen der Verband der Universitätsklinika Deutschlands (VUD), der BKK Dachverband (BKK DV) und der Verband der Ersatzkassen (vdek) in einem gemeinsamen Thesenpapier vor.

Jens Bussmann, Generalsekretär des VUD, betonte heute im Rahmen der Vorstellung des Thesenpapiers, die Grundsatzfragen nach Krankenhausplanung und -struktur müssten vor den Finanzierungsfragen ge­klärt werden.

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Leitbild des Papiers sind regionale und überregionale Netzwerke, in denen Maximalversorger und bei
Bedarf auch ausgewählte Spezialversorger mit ihrer Expertise zentral eingebunden sein sollen.

Eine sektorenübergreifende Versorgungsplanung soll die flächendeckende Versorgung von ambulanten und stationären Leistungen gewährleisten und auch die Weiterentwicklung von Krankenhäusern zu inte­grierten Versorgungzentren ermöglichen. Zur Gewährleistung einer ausreichenden Investitionsfinanzie­rung müsse sich der Bund dauerhaft einbringen.

Grundsätzlich müssten sich Bund und Länder enger abstimmen, so Bussmann. Der zentrale Netzwerkge­dan­ke sei nur umsetzbar, wenn Planung und Finanzierung „Hand in Hand“ erfolge. Im Thesenpapier heißt es dazu, das System der diagnosebezogenen Fallpauschalen (DRG) müsse dahingehend weiterentwickelt werden, dass eine sachgerechte Finanzierung bedarfsnotwendiger Vorhaltungen und hochspezialisierter Versorgung gewährleistet werde.

Im Krankenhausbereich seien Veränderungen notwendig, wenn auch unter Umständen für manche schmerzhaft, sagte Franz Knieps, Vorstand des BKK Dachverbandes. Er betonte aber, man lege die Vor­schläge „nicht gegen jemanden“, sondern für etwas – nämlich effiziente Strukturen unter Nutzung mo­derner Technologie – vor.

Er zeigte sich optimistisch, dass der Netzwerkgedanke von der nächsten Bundesregierung aufgegriffen wird. Wenn seitens des Bundes verstärkt mitfinanziert werde und gelungene Vorgaben geschaffen wür­den, so ließen sich aus seiner Sicht notwendige Strukturanpassungen und die digitale Transformation zu einem sinnvollen Ganzen verknüpfen.

Die Coronapandemie habe gezeigt, dass vernetzte Versorgung unter Leitung von Universitätsklinika und Maximalversorgern gelingen kann. Knieps verwies hierzu auf das Beispiel der Berliner Charité – das „Zeitalter der Netzwerke“ habe begonnen. © aha/aerzteblatt.de

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