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Biontech bereitet schnelle Reaktion auf neue Virusvarianten vor

Mittwoch, 23. Juni 2021

/Markus Mainka, stock.adobe.com

Mainz/München – Biontech geht von einer Wirksamkeit seines Coronaimpfstoffs auch gegen die zuletzt aufgetretenen Virusvarianten aus. „Derzeit gibt es keine Hinweise darauf, dass eine Anpassung unseres Impfstoffs an kursierende Varianten notwendig ist“, sagte Vorstandschef Ugur Sahin gestern auf der Online-Hauptversammlung des Unternehmens.

Biontech arbeite an flexiblen Verfahren in den Bereichen Technologie, Produktion und Zulassung. Um vorbereitet zu sein und schnell reagieren zu können, falls eine dritte Dosis zur Auffrischung bestehender Impfungen oder eine Anpassung an einen neuen Virusstamm erforderlich werden sollte, analysiere man ständig die Wirksamkeit des Impfstoffs auch gegen neu auftretende Varianten, erklärte Sahin. Seit eini­gen Monaten verfolge das Unternehmen einen „Prototyp-Ansatz“, der dies erleichtern solle.

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Das Wissen über neue Varianten des SARS-Cov2-Virus nehme stetig zu, sagte Sahin weiter. Es sei zu be­obachten, dass die Immunität von Geimpften mit der Zeit nachlasse und neue Varianten entstünden. „Ich gehe davon aus, dass eine dritte Impfung für die Auffrischung der Immunität von einem hohen Wert sein könnte“, erklärte der Biontech-Chef. „Allerdings wissen wir noch nicht, wann und wie oft eine Auffrisch­impfung erforderlich sein wird.“

Nach Sahins Worten planen das Mainzer Unternehmen und der US-Partner Pfizer in diesem Jahr eine Produktionskapazität von drei Milliarden Coronaimpfdosen. Im nächsten Jahr soll diese Zahl noch einmal gesteigert werden. Mindestens 50 Prozent davon will Biontech selbst produzieren.

Die von US-Präsident Joe Biden und anderen Politikern ins Gespräch gebrachte Forderung nach einer Freigabe von Patenten, um eine lizenzfreie Impfstoffproduktion in Entwicklungsländern zu ermöglichen, wies der Biontech-Chef zurück. Es sei wichtig, den Impfstoff weltweit „so schnell und so umfassend wie möglich“ zur Verfügung stellen zu können.

Doch dabei seien aktuell Rohstoffe, nicht aber Patente der „limitierende Faktor“. Biontech arbeite ge­mein­sam mit Partnern daran, den Impfstoff günstig an Entwicklungsländer abzugeben. Eine Patentfrei­gabe würde jedoch keine zusätzlichen Impfstoffmengen bringen. Die Produktion des Vakzins sei sehr komplex und bestehe aus rund 50.000 Arbeitsschritten. © dpa/aerzteblatt.de

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