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Sächsischer Ärztetag legt Zehn-Punkte-Papier zur Pandemiebewältigung vor

Mittwoch, 23. Juni 2021

/vegefox.com, stock.adobe.com

Dresden – Der 31. Sächsische Ärztetag hat zehn Empfehlungen formuliert, um künftigen Pandemien bes­ser zu begegnen. Die Delegierten forderten, diese Punkte in den Pandemieplan des Freistaates Sachsen aufzunehmen.

„Auch, wenn Deutschland im Allgemeinen und Sachsen im Besonderen einigermaßen glimpflich durch die Pandemie gekommen sind, zeigen sich doch immer wieder erhebliche Schwachstellen beim Umgang mit der Situation“, sagte der Präsident der Sächsischen Lan­des­ärz­te­kam­mer, Erik Bodendieck.

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Zu den zehn Punkten gehört unter anderem die Forderung, primärversorgende Fachdisziplinen zu stär­ken, vorzubereiten und zu unterstützen – zum Beispiel mit Schutzausrüstung und Testmaterialien. Wich­tig ist laut dem sächsischen Ärztetag in diesem Zusammenhang auch, die Praxen und andere Insti­tu­tio­nen von Bürokratie zu entlasten.

Zweitens müssen laut den Delegierten hochgefährdete Bevölkerungsgruppen so zeitig wie möglich geschützt werden. Nötig sei zudem, den Öffentlichen Gesundheitsdienst ausreichend auszustatten und vorzubereiten. Die stationären Kapazitäten sollten im Pandemiefall zentral gemanagt werden. Das um­fasse auch ein Stufenkonzept zur Belegung von Reha-und Kureinrichtungen.

„Schulen und Kindereinrichtungen sollten nur dann geschlossen werden, wenn tatsächliche Infektions­ketten nur durch diese Maßnahmen unterbrochen werden können. Eine Abstimmung mit insbesondere ärztlichen Experten ist hier unabdingbar“, heißt es in dem Zehn-Punkte-Plan.

Die Delegierten fordern außerdem eine zielgruppengerechte offene Kommunikation, damit eine kritische Öffentlichkeit ihre politische Kontrollfunktion wahrnehmen kann.

Impfungen sollten laut den Delegierten schnellstmöglich in die Primärversorgung überführt werden. Impfzentren sollten mittelfristig nur noch in einzelnen Großstädten an der Versorgung teilnehmen. © hil/aerzteblatt.de

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