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COVID-19: Rund 160.000 berufsbedingte Erkrankungen angezeigt

Mittwoch, 23. Juni 2021

/picture alliance, Andre Lucas

Berlin – COVID-19-Erkrankungen sind ein größeres Gesundheitsrisiko im Beruf als alle anderen Berufs­krankheiten und Arbeitsunfälle zusammen. Das geht aus aktuellen Daten der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) hervor, die der Zeit vorliegen.

Demnach sind allein in den ersten fünf Monaten dieses Jahres fast 64.000 COVID-19-Infektionen aner­kannt worden. Das sind doppelt so viele Meldungen wie sonst in einem gesamten Jahr. Seit Beginn der Pandemie wurden fast 160.000 berufsbedingte Coronaerkrankungen angezeigt und etwas mehr als die Hälfte auch als solche anerkannt.

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Besonders häufig erkrankten Beschäftigte in medizinischen Berufen – obwohl sie Schutzausrüstung tragen und bevorzugt geimpft wurden. So viele Krankheitsanzeigen habe es in der Geschichte der Unfallkassen noch nie gegeben, so ein DGUV-Sprecher.

Zwei Drittel aller anerkannten Fälle entfallen auf die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW), hauptsächlich auf Pflegepersonal und Klinikange­stell­te. Die meisten Verdachts­fälle gab es bis zum 1. Juni 2021 in den Branchen „Pflege“ (37.784, davon bisher 23.969 anerkannt) und „Kliniken“ (34.703, davon bisher 24.636 anerkannt), wie die BGW dem Deutschen Ärzteblatt mitteilte.

Von Humanmedizinern gab es bis zum 1. Juni 2021 3.037 meldepflichtige Fälle (1.638 anerkannt), in der Zahnmedizin waren es 418 (143 anerkannt).

Bis zum 1. Juni 2021 verzeichnete die BGW insgesamt 96.442 meldepflichtige Anzeigen des Verdachts auf eine be­rufsbedingte COVID-19-Erkrankung. Bei 71.055 dieser BK-Verdachtsanzeigen lag ein positiver PCR-Test vor. 77.689 Fälle sind laut BGW entschieden, 61.493 BK-Fälle wurden davon anerkannt. Das sind knapp 80 Prozent der bereits entschiedenen Fälle.

Lediglich Beschäftigte in Gesundheitsberufen oder der Wohlfahrtspflege können sich COVID-19-Infektio­nen als Berufskrankheit anerkennen lassen. Beschäftigte anderer Bereiche nur in Ausnahmefällen. Wer nicht darunter fällt, muss die Krankheit als Arbeitsunfall melden. Die Beweispflicht ist dann höher.

Die Liste der gesetzlich anerkannten Berufskrankheiten umfasst rund 80 Erkrankungen. Spitzenreiter bei den Meldungen waren üblicherweise Lärmschäden, Hautkrankheiten oder Schäden durch Asbest. © may/EB/aerzteblatt.de

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Avatar #850553
wichi
am Mittwoch, 23. Juni 2021, 17:42

Viele dieser Fälle wären vermeidbar gewesen

In anderen Länderen haben Regierungen schon im Mai/Juni 2020 die
Bevölkerung darüber informiert, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Vitamin-D Spiegel im Blut und der Schwere einer COVID-19 Erkrankung geben kann. Zu dem Zeitpunkt war auch schon die erste Studie aus Indonesien bekannt, die eine 20 fach höhere Sterblichkeit der Patienen mit Vitamin-D Mangel festgestellt hatte.

In Deutschland ist ein Antrag, die Bevölkerung zu dem Thema zu informieren, leider im am 3 Juli 2020 im Bundestag hängen geblieben.
Informationen dazu in diesem Blog
"Die tieferen Gründe hinter dem Vitamin-D-Desaster der Tagesschau"
https://norberthaering.de/medienversagen/vitamin-d-desaster/

Als Arbeitgeber hätte es es totzdem die Möglichkeit gegeben eine Vitamin-D Supplementation der Arbeitnehmer zu fördern, das wäre sogar steuerlich absetztbar gewesen.
Genaueres dazu hier im einem Kommentar im Ärzteblatt vom 25.11.2020
https://www.aerzteblatt.de/treffer?mode=s&wo=270&s=die&typ=4&fid=138890
Da es keine Veröffentlichung dazu gibt, gehe ich davon aus, das kein Arbeitgeber so schlau war etwas entsprechendes anzubieten.

In letzter Zeit wurden 2 weitere Studien veröffentlicht,in denen ein höherer Vitamin-D Spiegel vor der Erkrankung mit einer geringen schwere der COVID-19 Erkrankung korrellierte (Israel, England)
und eine Ramdomisierte Studie (Indien) in denen durch einen Vitamin-D Supplementation eine hoch signifikante (p <0,01) Verringerung aller gemessenen Entzündungsmarker festgestellt wurde.
Link zur Publikation über die indischen Studie.
https://www.thehindu.com/news/cities/Hyderabad/high-vitamin-d-levels-reduce-covid-infection-nims-study/article34684271.ece
Deutsche Übersetzung
www.kiwiw.de/public/TheHindu_HoheVitamin-D-SpiegelReduzierenCOVID-Infektion.pdf
Studie: https://www.nature.com/articles/s41598-021-90189-4

Es wird also immer sichtbarer, dass eine rechtzeitige Empfehlung
zur Supplementation oder eigeninitiative von Arbeitgebern geholfen hätte.
Ch.Wiech
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