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Ausland

EU-Kommission will Einheit gegen Cyberangriffe aufbauen

Donnerstag, 24. Juni 2021

/issaronow, stock.adobe.com

Brüssel – Angesichts steigender Bedrohungen durch Hackerangriffe will die EU-Kommission eine Einheit für Cybersicherheit aufstellen. Die Fachleute sollen Mitgliedstaaten künftig vor Ort bei der Abwehr von Cyber­attacken unterstützen. Außerdem ist geplant, Informationsflüsse zu bündeln, um besser gegen große Angriffe gewappnet zu sein.

„Cybersicherheit bedroht unsere Werte, unseren Lebensstil, unsere Gesellschaft, unsere Prinzipien – und deswegen müssen wir es gemeinsam angehen“, sagte Vizekommissionspräsident Margaritis Schinas ges­tern zur Vorstellung des Konzepts in Brüssel.

Die Bedrohungen seien in letzter Zeit exponenziell gestiegen. Zuletzt war etwa der irische Gesundheits­dienst von einer Ransomwareattacke betroffen. Mit solchen Attacken werden Daten verschlüsselt und Lösegeld erpresst.

Nach Vorstellung der EU-Kommission sollen solche Angriffe künftig schneller identifiziert und bekämpft werden. Die Cybereinheit soll bis Mitte 2022 ihre Arbeit aufnehmen und ein Jahr später komplett aufge­baut sein. Bevor das Projekt starten kann, müssen allerdings noch die EU-Staaten zustimmen.

Die Einheit ist Teil einer EU-weiten Strategie für Cybersicherheit. Diese wurde von der Kommission im Dezember vorgelegt und im März von den EU-Staaten verabschiedet.

Die EU will mithilfe der Strategie kritische Bereiche wie Krankenhäuser, Energienetze oder Rechenzentren besser vor Hackerangriffen schützen. Zugleich soll mittels Kooperationen mit internationalen Organisa­tionen auf das Ziel eines offenen und globalen Internets hingearbeitet werden. © dpa/aerzteblatt.de

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