NewsPolitikCorona: Jeder Dritte in Deutschland voll geimpft, EU-Staaten überholen USA
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Corona: Jeder Dritte in Deutschland voll geimpft, EU-Staaten überholen USA

Donnerstag, 24. Juni 2021

/picture alliance, Jens Kalaene

Berlin – In Deutschland ist nun jeder Dritte vollständig gegen das Coronavirus SARS-CoV- geimpft. Das sind 27,8 Millionen Menschen, ihre Quote hat damit die Drittelmarke knapp überschritten (33,5 Prozent), wie Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) von heute zeigen (Stand: 11.42 Uhr). Mehr als 43,4 Millionen Men­schen (52,2 Prozent) haben demnach bisher mindestens eine Impfung bekommen. Allein gestern wurden 1.267.717 Impfdosen verabreicht.

Laut RKI werden jeden Tag mehr als 800.000 Coronaschutzimpfungen deutschlandweit verabreicht. Unter den Bundesländern verzeichnet Bremen mit 59,2 Prozent den höchsten Anteil Erstgeimpfter. Zwölf weitere Bundesländer haben die 50-Prozent-Marke geschafft.

Anzeige

Nur Hamburg (49,5 Prozent), Bayern (49,3 Prozent) und Sachsen (46,4 Prozent) haben diese Marke noch nicht überschritten. Das Saarland zählt mit 40,0 Prozent den höchsten Anteil an vollständig Geimpften. Brandenburg ist mit 30,9 Prozent am Ende der Rangliste.

Die Impfkampagne gegen den Erreger SARS-CoV-2 hat in Deutschland Ende vergangenen Jahres begon­nen; sie läuft seit 181 Tagen. Zunächst waren Menschen über 80, Bewohner von Alten- und Pflegeheimen und medizinisches Personal an der Reihe. Unter anderem werden auch chronisch Kranke mit erhöhtem Risiko für einen schweren und tödlichen Verlauf bevorzugt geimpft. Mittlerweile können sich Menschen unabhängig von der bisher gültigen Prioritätenliste um einen Termin bemühen.

Fortschritt beim Impfen gibt es aber nicht nur in Deutschland. Das Tempo zieht in vielen Mitgliedstaaten der Europäischen Union an. „Die EU-Staaten beginnen, die USA beim Impfen zu überholen“, teilte heute der CDU-Europaabge­ordnete Peter Liese mit Bezug auf Zahlen von Our World in Data mit.

Demnach waren heute in Italien 53,4 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal geimpft, während die Vereinigten Staaten seit Ende Mai zwischen 50 Prozent und 53 Prozent stagnieren. Liese führt die Stagna­tion in den USA vor allem auf die Impfskepsis in weiten Teilen der Bevölkerung zurück. Der EU-Durch­schnitt liegt bei 48,2 Prozent und die EU-Staaten steigern die Zahl der Geimpften jeden Tag deutlich.

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem RKI binnen eines Tages 1.008 Coronaneuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen von heute Morgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.10 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 1.330 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit bundesweit 6,6 an (Vortag: 7,2; Vorwoche: 11,6).

Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 93 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 105 Tote. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.724.806 nachgewiesene Infektionen mit SARS-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infek­tionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.614.500 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Betei­ligung einer nachgewiesenen Infektion mit SARS-CoV-2 gestorben sind, wird nun mit 90.616 angegeben.

Den 7-Tage-R-Wert gab das RKI gestern Abend mit 0,72 (Vortag: 0,68) an. Das bedeutet, dass 100 Infizier­te rechnerisch 72 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen. © dpa/may/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS
LNS LNS LNS LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER