NewsVermischtesCharité kehrt in regulären Klinikbetrieb zurück
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Charité kehrt in regulären Klinikbetrieb zurück

Donnerstag, 24. Juni 2021

/picture alliance, Simone Kuhlmey

Berlin – Die Berliner Charité hebt ihre Coronaeinschränkungen auf und will ab sofort verschobene Ope­ra­tionen nachholen. Allerdings ist für das Hochfahren des Klinikbetriebs die Reserve an Blutkonserven knapp.

„Die Infektionszahlen gehen zurück und dennoch ist die Pandemie für die Charité noch nicht vorbei“, sagte Martin Kreis, Vorstand Krankenversorgung der Charité, heute. „Wir versorgen auf unseren Intensiv­stationen nach wie vor fast 50 schwer Erkrankte, 20 davon an der künstlichen Lunge. In der Charité wird COVID-19 noch sehr lange ein Thema bleiben.“

Anzeige

Dennoch sei es jetzt möglich, den bisher in der Pandemie eingeschränkten regulären Klinikbetrieb wieder aufzunehmen. Dass planbare Behandlungen nun möglich seien, liege unter anderem auch am Fortschritt beim Impfen. Die Charité-Belegschaft sei bereits weitgehend zweifach geimpft, sagte Kreis. Zudem gebe es ausgefeilte Hygienekonzepte.

Deshalb könne die Charité jetzt wieder nahezu alle Behandlungen wie vor der Pandemie anbieten. „Das ist insofern wichtig, als viele Patientinnen und Patienten teilweise lange auf ihre Behandlungen warten mussten“, ergänzte Kreis. Weiter gebe es auch viele Notfälle jenseits des Pandemiegeschehens.

„Sorgen macht uns derzeit, dass mit dem Start der Sommerferien bereits jetzt die Versorgungslage mit lebenswichtigen Blutspenden deutlich kritisch ist“, sagte Kreis. „Das betrifft uns, aber andere Häuser auch.“ Für planbare Eingriffe und Notfälle seien immer auch Blutkonserven nötig.

„Ich kann nur alle Menschen auffordern, dringend Blut spenden zu gehen und auf diese Weise einen soli­darischen Beitrag zur Versorgung von Patientinnen und Patienten zu leisten.“

Die Charité hat zwei Blutspendeinstitute, eins auf dem Campus Charité Mitte und eins auf dem Campus Virchow-Klinikum in Wedding. Es gibt auch zahlreiche andere Möglichkeiten zum Spenden, zum Beispiel über das Deutsche Rote Kreuz.

Dessen Blutspendebarometer für Deutschlands Nordosten zeigt im Moment bereits Engpässe an – insbe­sondere für seltene Blutgruppen wie 0- und A-. Doch auch bei A+,B+ und B- ist die Vorratslage nicht gut.

Darüber hinaus ist gespendetes Blut nur begrenzt haltbar. Die Hitze der vergangenen Woche und der Beginn der Sommerferien hätten ohnehin bereits zu einem Rückgang der Spenden geführt. © dpa/aerzteblatt.de

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.
LNS
LNS LNS LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER