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Polizeigewerkschaft fordert mehr Mittel für Behandlung psychisch Kranker

Montag, 28. Juni 2021

Blumen und Kerzen vor einem abgesperrten Kaufhaus, in dem ein Mann Menschen mit einem Messer attackiert hatte. Bei dem Angriff am 25.06.2021 hatte ein Somalier drei Frauen in einem Kaufhaus getötet. Auf der Straße und in einer nahen Bank verletzte er danach laut Polizei sechs Menschen schwer und einen leicht./ picture alliance, dpa

Essen – Nach der tödlichen Messerattacke von Würzburg hat der Bund der deutschen Kriminalbeamten (BDK) einen Ausbau der psychiatrischen Behandlungskapazitäten in Deutschland gefordert.

Knapp ein Drittel der alleinhandelnden Attentäter der Jahre 2000 bis 2015 sei psychisch krank gewesen, sagte der Bundeschef der Polizeigewerkschaft, Sebastian Fiedler, den Zeitungen der Funke-Mediengrup­pe von heute. Das Problem eines Fachkräftemangels in den deutschen Psychiatrien müsse von der Bun­desregierung dringend gelöst werden.

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„Wer an bestimmten Arten von Schizophrenie leidet, trägt ein erhebliches Risiko in sich, zum Gewalttäter zu werden. Den Menschen muss dringend geholfen werden“, sagte Fiedler.

Ein besonderes Problem seien außerdem Menschen, die aufgrund von Kriegserlebnissen psychisch er­krankten. Dabei handele es sich indessen nicht um ein „originäres Thema der Sicherheitsbehörden“, das Problem müsse vielmehr vom Gesundheitsektor angegangen werden.

Im bayerischen Würzburg hatte ein 24-jähriger Somalier am vergangenen Freitag drei Menschen ersto­chen und sieben weitere verletzt, die meisten davon schwer. Er sitzt wegen mehrfachen Mordes und Mordversuchs in Unter­suchungshaft. Die Tatmotive sind unklar.

Der in einem Obdachlosenheim wohnende Mann befand sich wegen psychischer Auffälligkeiten bereits zuvor zweimal in einer Fachklinik. Auch ein etwaiges islamistisches Motiv steht noch im Raum. Die Er­mittlungen in dem Fall laufen auf Hochtouren. © afp/aerzteblatt.de

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