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Ausland

Offizieller EU-Impfzertifi­kat-Start: Diese Erleichterungen stehen an

Dienstag, 29. Juni 2021

/picture alliance, dpa

Brüssel – Kurz vor dem offiziellen Start des EU-Impfzertifikats sind alle EU-Länder an die dafür notwen­dige gemeinsame Technik angeschlossen. Das gilt auch für Norwegen und Island, wie aus einer Übersicht der EU-Kommission hervorgeht.

Die EU-Kommission bestätigte auf Anfrage, dass somit die Möglichkeit besteht, einen in Deutschland ausgestellten Nachweis über eine Impfung, einen frischen Test oder überstandener Infektion über einen QR-Code auszulesen. An welchen Stellen die Zertifikate Urlaube, Shoppingausflüge oder Wochenendtrips erleichtern, legt jedes Land selbst fest.

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Das EU-Covid-Zertifikat startet formell am 1. Juli, viele Länder geben sie aber bereits seit Wochen aus. Aktuellen Zahlen des Ge­sund­heits­mi­nis­teriums zufolge sind allein in Deutschland bereits 37,3 Millionen Impfzertifikate ausgestellt worden. Die EU einigte sich in einem für sie ungewöhnlich schnellem Tempo von wenigen Monaten auf die Ausgestaltung der Nachweise. Nur in einer Handvoll Staaten werden sie noch nicht ausgegeben. Darunter sind etwa Schweden, Malta und Irland.

Deutschen Urlaubern soll ein entsprechendes Zertifikat im Ausland einiges erleichtern. Wer nach Grie­chenland reist und älter als zwölf Jahre ist, braucht einen Nachweis über einen frischen Test, eine min­destens zwei Wochen alte Impfung oder eine vor weniger als neun Monaten überstandene Infektion. Die Zertifikate werden auch im EU-Inselstaat Republik Zypern akzeptiert.

In Italien können die Menschen das Impfzertifikat nach Regierungsangaben verwenden, um zu öffent­li­chen Veranstaltungen zu gehen. Außerdem ist der Nachweis wichtig für Reisen innerhalb Italiens, näm­lich dann, wenn man sich in eine Region begibt, die als Coronazone mit höherem Infektionsrisiko gilt, oder von dort zurückkommt.

Im Nachbarland Schweiz können nur Menschen mit Impfnachweis an Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Personen teilnehmen. Ebenso können Diskotheken solche Zertifikate verlangen. Die Bestimmun­gen sind aber in den Kantonen unterschiedlich. Mancherorts ist es Bars und Restaurants, Messen, Sport­betrie­ben, Theatern oder Museen freigestellt, ob sie Impfzertifikate verlangen.

Der QR-Code erleichtert in der Alpenrepublik Österreich den Zugang zu Lokalen, Hotels, Freizeiteinrich­tungen und zu Veranstaltungen wesentlich. Dort gilt überall, dass Gäste genesen, geimpft oder getestet sein müssen. Wenn im Urlaub die Gültigkeit eines Tests abläuft, können auch Touristen behördliche Test­straßen gratis nutzen.

Frankreichs Europaminister Clément Beaune teilte gestern via Twitter mit, dass der französische Gesund­heitspass auf der App TousAntiCovid nun ein europäisches Format habe. Vom 1. Juli werde der Code über­all in der EU erkannt, um – geimpft oder mit Test – „frei reisen“ zu können.

Auch in der östlichen Nachbarschaft Deutschlands sind die Nachweise hilfreich: Wer aus der Bundes­republik nach Polen einreist und ein Impfzertifikat vorweisen kann, muss nach der Einreise nicht für zehn Tage in Quarantäne. Das gilt auch für Genesene und Einreisende mit einem negativen Testergebnis.

Hotels und Restaurants dürfen nur mit 75 Prozent Auslastung arbeiten – Geimpfte und Genesene werden dabei nicht mitgezählt. Dies kann also bedeuten, dass das Hotel noch ein Zimmer oder das Restaurant einen Tisch frei hat, wenn man einen Impfnachweis hat.

Ähnlich sieht es in Bulgarien aus. Die Einreise in das Urlaubsland am Schwarzen Meer ist für Geimpfte, Getestete und von COVID-19 Genesene ohne Quarantänepflicht möglich. Tschechien hat bisher bereits das gelbe deutsche Impfbuch anerkannt.

Mit der Einführung des EU-Impfzertifikats sollte dieses statt­dessen verwendet werden. Wer ein Hotel oder Restaurant besuchen will, muss geimpft, getestet oder genesen sein. Bei der eigentlichen Einreise aus Deutschland gelten keine Auflagen mehr.

Die Niederlande haben bereits einen großen Schritt zurück zu einem öffentlichen Leben fast ohne Coro­nabeschränkungen gemacht. Fast alle im Zuge der Pandemie eingeführten Maßnahmen sind seit Sams­tag wieder aufgehoben. Als zentrale Regel gilt nur noch der Sicherheitsabstand von 1,5 Meter. Wenn der – wie etwa in einer Disco – nicht eingehalten werden kann, ist Zutritt nur mit Test- oder Impfbeweis möglich.

In Deutschlands nördlichstem Nachbarland ist am Samstag die vierte und letzte Phase der gelockerten Reisebeschränkungen in Kraft getreten. Mit der Einführung des EU-Corona-Passes wird es für die Dänen dann wieder möglich, Sommerferien in Europa zu machen und zugleich Urlauber in Dänemark zu be­grüßen. Ab morgen sollen in Schweden die Einreisebeschränkungen geändert werden: Ab dann wird es auch in dem skandinavischen Land möglich sein, per Vorzeigen des digitalen EU-Zertifikats einzureisen. © dpa/aerzteblatt.de

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