NewsPolitikBestimmung des fetalen Rhesusfaktors ab Juli Kassenleistung
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Bestimmung des fetalen Rhesusfaktors ab Juli Kassenleistung

Dienstag, 29. Juni 2021

/TwilightArtPictures, stock.adobe.com

Berlin – Rhesus-negative Schwangere können den Rhesusfaktor ihres ungeborenen Kindes ab Juli als Kassenleistung bestimmen lassen. Ein entsprechender Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) tritt im Juli in Kraft.

„Gemeinsam haben wir die ambulante medizinische Versorgung von Schwan­geren verbessert mit einer Leistung, die nicht nur den Frauen mehr Sicherheit gibt“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Kassenärzt­lichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen. Sie helfe letztlich auch dem ungeborenen Kind. Es handele sich also um einen für alle Seiten nutzbring­enden Gentest.

Anzeige

Ist das ungeborene Kind einer Rhesus-negativen Mutter selbst Rhesus-positiv, kann es aufgrund einer Antikörperbildung bei der Mutter zu schwerwiegenden Schädigungen des Fötus während der Schwan­ger­schaft sowie bei einer erneuten Schwangerschaft kommen.

Bislang haben Ärzte den Rhesusfaktor der werdenden Mutter routinemäßig bestimmt. Rhesus-negativen Schwangeren haben sie in diesem Rahmen eine Anti-D-Prophylaxe in Form einer Spritze angeboten, da der Rhesusfaktor des ungeborenen Kindes unbekannt war und erst nach der Geburt bestimmt werden konnte.

Deshalb habe etliche Schwangere die Anti-D-Prophylaxe erhalten, obwohl sie diese eigentlich nicht be­nötigten – nämlich dann, wenn auch das ungeborene Kind einer Rhesus-negativen Mutter Rhesus-nega­tiv war.

Künftig kann ein einfacher Bluttest der Mutter auf Kosten der Krankenversicherung den Rhesusfaktor des ungeborenen Kindes feststellen und damit Klarheit schaffen, ob die Anti-D-Prophylaxe nötig ist.

„Ein wichtiger Vorteil des Gentests besteht darin, dass künftig nur noch jene Rhesus-negativen Schwan­geren die Anti-D-Prophylaxe erhalten, bei denen dank des Tests klar ist, dass sie ein Rhesus-positives Kind erwarten. So können unnötige Medikamentengaben vermieden werden“, sagte Stefanie Stoff-Ahnis, Vorstand beim GKV-Spitzenverband. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS
LNS LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER