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Ausland

Frankreichs Coronarat warnt vor vierter Welle

Donnerstag, 1. Juli 2021

/picture alliance, ASSOCIATED PRESS

Paris – Wegen der hoch ansteckenden Delta-Variante könnte es in Frankreich nach der Sommerpause zu einer vierten Coronawelle kommen: Davor hat der Vorsitzende des wissenschaftlichen Coronabeirats der Regierung, Jean-François Delfraissy, gestern gewarnt.

Wegen des Impfschutzes werde sie aber schwächer ausfallen als die bisherigen, sagte der Immunologe dem Radiosender France Inter. Mehr als 50 Prozent der Franzosen haben inzwischen mindestens eine Impfdosis erhalten.

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Die Regierung schätzt den Anteil der Delta-Variante an den Neuinfektionen auf rund 20 Prozent – dop­pelt so viel wie noch vor einer Woche. Besonders stark breitet sich die zuerst in Indien entdeckte Mutan­te im Verwaltungsbezirk Landes an der Atlantikküste südlich von Bordeaux aus. Dort steht sie nach An­gaben der Gesundheitsbehörden für geschätzte 75 Prozent der Neuansteckungen.

Die Gegend ist wegen ihrer Strände und Campingplätze auch bei deutschen Urlaubern beliebt. Wie die Präfektur des Départements Landes ankündigte, bleiben dort einige Coronaauflagen deshalb länger in Kraft als im Rest des Landes. So bleibt es etwa in Restaurants, Geschäften oder Kinos vorerst bis zum 6. Juli bei einer beschränkten Kundenzahl.

Im Rest Frankreichs wurde diese Auflage gestern aufgehoben. Zudem sind nun erstmals wieder Steh­konzerte und Festivals erlaubt. Für Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern ist ein „Gesund­heitspass" Pflicht, der Auskunft über eine Impfung oder einen negativen Coronatest gibt.

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist in Frankreich unter 20 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gesunken. Deutschland stuft das Land nicht mehr als Risikogebiet ein. Zur Einreise nach Frankreich ist für EU-Bürger entweder das europäische Impfzertifikat Pflicht oder ein negativer Antigenschnelltest. © afp/aerzteblatt.de

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