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Ausland

Macron: Coronapandemie trifft Frauen besonders hart

Donnerstag, 1. Juli 2021

Frankreichs Staatspräsident Emanuel Macron beim Auftakt des Forum Génération Égalité de l'ONU gestern in Paris. /picture alliance, MAXPPP, Sadak Souici, Le Pictorium

Paris – Frauen sind nach den Worten von Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron besonders von der Coronakrise betroffen. Sie seien die „ersten Opfer“ der weltweiten Pandemie geworden, sagte der 43-Jäh­rige gestern zum Auftakt des Pariser Spitzentreffens zur Gleichstellung von Frauen und Männern.

47 Millionen Frauen seien weltweit seit Ausbruch der Krise vor rund eineinhalb Jahren zusätzlich in die Armut abgerutscht. Lockdowns hätten auch mehr Gewalt gegen Frauen ausgelöst. Zusätzlich gebe es einen „neuen Konservatismus“, der Frauenrechte angreife.

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„Es gibt Dringlichkeit“, sagte der Gastgeber der Konferenz, die bis morgen dauern soll. UN-Generalse­kre­tär Antonio Guterres monierte, dass die Internetwirtschaft immer noch vorrangig von Männern bestimmt werde. „Die Frauenfeindlichkeit ist in den Silicon Valleys dieser Welt“, sagte der Portugiese.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte in einer Videobotschaft, Gleichberechtigung sei immer noch nicht selbstverständlich. Deutschland arbeite am internationalen Aktionsbündnis „Wirtschaftliche Ge­rech­tigkeit und Rechte“ mit und werde weitere 140 Millionen Euro investieren. Damit würden dann 240 Millionen Euro zusammen­kommen. „Das sind Investitionen, die insbesondere der Bildung von Mädchen sowie fairen Arbeitsbedin­gungen und der Stärkung der Eigentumsrechte von Frauen zugutekommen“, resümierte Merkel.

Die frühere US-Außenministerin Hillary Clinton erinnerte an die Weltfrauenkonferenz in Peking vor gut einem Vierteljahrhundert. 1995 war in der chinesischen Hauptstadt von 189 Staaten ein Forderungs­ka­talog verabschiedet worden, der die Gleichstellung der Geschlechter in allen Bereichen der Gesell­schaft zum Ziel hatte. Clinton trat in Paris mit der 17-jährigen chilenischen Aktivistin Julieta Martinez auf.

Im Kampf gegen die Benachteiligung wendet die Stiftung der US-Mäzene Bill und Melinda Gates 2,1 Milliarden US-Dollar (rund 1,76 Milliarden Euro) auf. Der Löwenanteil werde in den nächsten fünf Jahren für die Bereiche Gesundheit und Familienplanung fließen.

An der Eröffnung nahmen zahlreiche Staats- und Regierungschefs und Führungspersönlichkeiten inter­na­­tionaler Organisationen teil – entweder im Konferenzsaal oder per Video. Unter ihnen waren EU-Kom­mis­sionspräsidentin Ursula von der Leyen oder US-Vizepräsidentin Kamala Harris.

Die Demokratie sei überall auf der Welt in Gefahr, warnte Harris. „Die Gleichberechtigung der Geschlech­ter stärkt die Demokratie.“ Das Treffen steht unter der Schirmherrschaft von UN-Women, der Frauenorga­nisation der Vereinten Nationen. © dpa/aerzteblatt.de

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