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Liste zu gesundheits­schädlichen Arbeitsstoffen aktualisiert

Freitag, 2. Juli 2021

/Image'in, stock.adobe.com

Bonn – Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat eine aktualisierte MAK- und BAT-Werte-Liste vorgelegt. Gegenüber der Vorgängerversion enthält sie 95 Änderungen und Neuaufnahmen. „MAK“ steht für „Maximale Arbeitsplatz-Konzentrationen“, „BAT“ für „Biologische Arbeitsstoff-Toleranz-Werte“.

In der aktuellen Liste stellt die Ständige Senatskommission zur Prüfung gesundheitsschädlicher Arbeits­stoffe der DFG unter anderem neue Bewertungen für Blei und seine anorganischen Verbindungen vor. Hauptsächlich wegen des Verbots von verbleitem Benzin sei die Belastung der Allgemeinbe­völkerung in den Industrienationen in den vergangenen Jahrzehnten deutlich zurückgegangen.

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Dies mache sich auch an kontinuierlich sinkenden Blutbleiwerten bemerkbar. „Am Arbeitsplatz stellt Blei jedoch immer noch ein größeres Problem dar“, berichtet die Kommission. Sie legt für Blei einen BAT-Wert von 150 Mikrogramm pro Liter Blut fest, dessen Einhaltung sowohl vor der krebserzeugenden Wirkung als auch vor einer Schädigung des Nervensystems schütze.

Anhand einer mathematischen Modellierung leitet die Kommission aus dem BAT-Wert einen MAK-Wert von 0,004 Milligramm Blei pro Kubikmeter Luft am Arbeitsplatz ab. „Wegen der entwicklungshem­menden Wirkung von Blei auf das Nervensystem ist allerdings auch bei Einhaltung des BAT- bezieh­ungsweise MAK-Wertes von einer Gefährdung des Ungeborenen im Mutterleib auszugehen“, warnt die Kommission.

Die MAK- und BAT-Werte-Liste enthält jene Stoffmengen, die als Gas, Dampf oder Aerosol in der Luft am Arbeitsplatz langfristig keinen Schaden verursachen (MAK-Werte). Sie weist außerdem die Konzentra­tio­nen von Arbeitsstoffen im Körper aus, denen ein Mensch sein Arbeitsleben lang ausgesetzt sein kann, ohne gesundheitlichen Schaden zu nehmen (BAT-Werte).

Die DFG hat die Liste an den Bundesminister für Arbeit und Soziales (BMAS) übergeben. Sie dient als wesentliche Grundlage für notwendige Änderungen und Anpassungen gesetzlicher Regelungen im Arbeitsschutz. © hil/aerzteblatt.de

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