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Neue Initiative soll über Tierversuche aufklären

Freitag, 2. Juli 2021

/tilialucida, stock.adobe.com

Bonn – Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und die Informationsplattform „Tierversuche ver­stehen“ haben eine neue Initiative „Transparente Tierversuche“ gestartet. Darin erklären Forschungs­ein­richtungen, transparent über Tierversuche zu informieren, den öffentlichen Dialog über tierexperi­men­telle Forschung aktiv zu gestalten sowie untereinander Erfahrungen auszutauschen und Aktivitäten be­kannt zu machen.

„Tierversuche sind ein gesellschaftlich kontrovers diskutiertes Themenfeld. Der transparenten Kommu­nikation über wissenschaftliche und ethische Aspekte der tierexperimentellen Forschung kommt daher eine besondere Stellung zu“, sagte die DFG-Präsidentin Katja Becker.

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Die Initiative soll der Öffentlichkeit verdeutlichen, dass in der lebenswissenschaftlichen Forschung eini­ge Tierversuche weiterhin unvermeidbar seien. Gleichzeitig solle sie verdeutlichen, dass jeder Tierver­such erst nach sorgfältiger ethischer Abwägung des wissenschaftlichen Erkenntnisgewinns gegen das potenzielle Leid der Tiere erfolge, so Becker.

„Wir sagen, was wir tun, wie wir es tun und warum wir es tun. Uns geht es darum, die gesellschaftlichen Debatten zu versachlichen. Denn davon bin ich überzeugt: Verständnis für wissenschaftliches Arbeiten und Vertrauen in die biomedizinische Forschung entsteht nur im gesellschaftlichen Dialog und nur durch größtmögliche Transparenz“, sagte Thomas Sommer, kommissarischer wissenschaftliche Vorstand des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC).

Zu den mehr als 50 Erstunterzeichnenden der Initiative gehören Universitäten, Klinika, außeruniversi­täre Forschungseinrichtungen wie das MDC, forschende Unternehmen sowie Fachgesellschaften und Förder­or­ganisationen, darunter die Ruhr Universität Bochum und die Charité-Universitätsmedizin Berlin.

Eine eigene Webseite listet alle Unterzeichnenden auf, bietet Beispiele für gelungene Kommunikation zu Tierversuchen und stellt Informationen zur Verfügung. Bereits mehr als 50 Forschungseinrichtungen unterstützen die ‚Initiative Transparente Tierversuche‘.

„Wir sind zuversichtlich, dass viele weitere Einrichtungen ihrer Verantwortung für eine transparente Information über tierexperimentelle Forschung gerecht werden und sich der Initiative anschließen. Wichtig ist die Unterstützung durch die gesamte Wissenschaftsgemeinschaft, um so dem Transparenz­gedanken größtmögliches Gewicht zu geben“, sagte die Vorsitzende der DFG-Senatskommission für tierexperimentelle Forschung, Brigitte Vollmar. © hil/aerzteblatt.de

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