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Haustiere von Coronainfizierten stecken sich oft an

Donnerstag, 1. Juli 2021

/minoandriani, stock.adobe.com

Basel – Hunde und vor allem Katzen stecken sich offenbar relativ häufig bei ihren mit Corona infizierten Besitzern an. Darauf weisen zwei neue Untersuchungen hin.

So berichtet die kanadische Tiermedizinerin Dorothee Bienzle, dass sie bei 67 Prozent der untersuchten Katzen und bei 43 Prozent der Hunde Antikörper fand, was auf eine durchgemachte Infektion hinweist. Die Tiere hatten mit infizierten Menschen zusammengelebt.

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Bienzle von der Universität Guelph in Kanada präsentiert ihre Ergebnisse vom 9. bis 12. Juli beim Euro­päi­schen Kongress für klinische Mikrobiologie und Infektionskrankheiten (ECCMID). In einem begut­achteten Fachmagazin sind die Daten noch nicht erschienen.

20 Prozent der Hunde hätten Symptome gehabt, 27 Prozent der Katzen. In den meisten Fällen sei die Krankheit schnell und glimpflich vorübergegangen. Symptome reichen von Kraft- und Appetitlosigkeit über Husten, laufende Nasen, Atemprobleme und Durchfall bei den Vierbeinern.

Die Tiermedizinerin Els Broens von der Universität Utrecht wies ebenfalls höhere Infektionen bei Haus­tieren von Infizierten nach. Bei rund jedem fünften Tier aus solchen Haushalten erbrachten PCR- oder Antikörpertests ein positives Ergebnis.

Die Hauptsorge sei nicht die Gesundheit der Tiere – sie hätten keine oder nur leichte Symptome von COVID-19 gehabt, erklärte Broens laut einer Kongressmitteilung. Es gehe vielmehr um das potenzielle Risiko, dass Haustiere zum Reservoir des Virus werden und es wieder in die Bevölkerung einschleppen könnten. Bisher seien aber glücklicherweise keine Übertragungen von Haustieren auf Menschen bekannt geworden. © dpa/aerzteblatt.de

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