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Politik

Ständige Impfkommission ändert Empfehlung für Astrazeneca-Erst­geimpfte

Donnerstag, 1. Juli 2021

/picture alliance, Laci Perenyi

Berlin – Mit der schnellen Ausbreitung der ansteckenderen Delta-Variante in Deutschland passt die Ständige Impfkommission (STIKO) ihre Impfempfehlung an. So sollen Menschen, die eine erste Dosis Astrazeneca erhalten haben, künftig unabhängig vom Alter als zweite Spritze einen mRNA-Impfstoff wie Biontech oder Moderna erhalten, teilte das Gremium heute mit.

Der Abstand zwischen erster und zweiter Dosis solle dann mindestens vier Wochen betragen. Die Em­pfehlung gelte „vorbehaltlich der Rückmeldungen aus dem noch zu eröffnenden Stellungnahmever­fahren“, hieß es.

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Die Fachleute begründen diesen Rat damit, dass die Immunantwort nach dem Verabreichen von zwei verschiedenen Präparaten – erst Vektor – , dann mRNA-Impfstoff – der Immunantwort nach zwei Dosen Astrazeneca „deutlich überlegen“ sei.

Das heterologe Impfschema hatte die STIKO bisher nur jüngeren Menschen angeraten, die bereits eine Erstimpfung mit Astrazeneca bekommen hatten, bevor dieser Impfstoff nur noch für Impfwillige ab 60 Jahren empfohlen wurde.

Die STIKO betonte, es sei angesichts der deutlich ansteckenderen Delta-Variante wichtig, die zweite Impfstoffdosis „zeitgerecht wahrzunehmen“. Nach nur einer Impfstoffdosis scheine der Schutz gegen Delta „deutlich herabgesetzt“ zu sein.

Der Schutz vor schweren Krankheitsverläufen durch Delta sei nach vollständiger Impfung im Vergleich zum Schutz vor anderen Corona-Varianten ähnlich gut, hieß es unter Berufung auf Daten aus dem Vereinten Königreich.

Die STIKO wies nun als Empfehlung folgende Abstände zwischen den zwei erforderlichen Impfstoffdosen aus: drei bis sechs Wochen bei Biontech/Pfizer, vier bis sechs Wochen bei Moderna, neun bis zwölf Wo­chen bei Astrazeneca (falls noch jemand zweifach damit geimpft werden sollte) und „ab vier Wochen“ bei der Kombination aus Astrazeneca und mRNA-Impfstoff. © dpa/aerzteblatt.de

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Avatar #760232
penangexpag
am Samstag, 3. Juli 2021, 09:55

Dritt-Impfung modifizieren !

Viele Bürger hatten außerhalb der Prioritäten-Reihenfolge das Angebot einer 1.-Impfung mit Astrazeneca angenommen. In dem relativ langen propagierten Zeitraum bis zur 2.-Impfung war bereits die Diskussion über einen Vorteil durch Modifikation des Impfstoffes in Gang gekommen - das aber den Probanden nicht als Alternative angeboten worden . Es sollte - nach den neuesten Erkenntnissen - bie der als sinnvoll bzw. notwendig erachtete 3.-Impfung nun aber zwingend ein mRNA-Impfstoff zur Anwendung kommen. Und das sollte , möglichst mit Angabe von Zeitpunkten für diese 3.-Imfpfung, auch umgehend von den Impfzentren publiziert werden.
Avatar #855747
lblemgo
am Donnerstag, 1. Juli 2021, 18:53

Schutz durch Infektion

Nun wäre es auch an der Zeit, das Intervall zwischen COVID-Infektion und effizienter Einmalimpfung zu überprüfen. Nach STIKO bestehe Immunität, wenn nach „mindestens“ 6 Monaten einmal geboostert wird.
Wer 12 Monate und länger nach einer (WUHAN-Typ) Infektion nur einmal geimpft wird, könnte angesichts der Deltavariante Probleme bekommen. Die Empfehlung zur Drittimpfung vollständig geimpfter Risikopatienten im Winter 21/22 spiegelt ja bereits die Sorge vor unzureichendem Impfschutz wieder.
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