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Vermischtes

Mobiles Herz-MRT schließt Versorgungslücke auf dem Land

Freitag, 2. Juli 2021

/pix4U, stock.adobe.com

Potsdam/Schwerin – Unter der medizinischen Leitung des Deutschen Herzzentrums Berlin (DHZB) wurde in Templin jetzt das Innovationsfondsprojekt „HerzCheck“ gestartet. Es ermöglicht die Früherkennung der Herzinsuffizienz mithilfe mobiler Magnetresonanztomografie (MRT) auch in ländlichen Regionen.

Das Projekt wird vom Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) mit mehr als sie­ben Millionen Euro gefördert. Konsortialpartner sind die AOK Nordost, die Firma Medneo als Betreiberin der mobilen MRT-Systeme und der IT-Technologie, das Herz- und Gefäßzentrum Bad Bevensen, die Uni­ver­sitätsmedizin Göttingen, die Universitätsklinik Köln sowie das Universitätsklinikum Heidelberg.

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Den Projektpartnern zufolge leiden in Deutschland rund 2,5 Millionen Menschen an einer Herzinsuffizi­enz. Die Magnetresonanztomografie (MRT) ermögliche oft eine frühzeitige Erkennung und Therapie die­ser gefährlichen Volkskrankheit, sei auf dem Land aber meist nicht verfügbar.

Hier setzt das Projekt „HerzCheck“ an: Damit werden MRT-Untersuchungen des Herzens jetzt auch in ländlichen Regionen Brandenburgs und Mecklenburg-Vorpommerns möglich gemacht. Und zwar mithilfe mobiler MRT-Einheiten und telemedizinischer Befundung durch DHZB-Ärzte.

„Mit den modernen Mitteln ambulanter Diagnostik und mit Hilfe der Telemedizin können wir Herzinsuf­fi­zienzpatienten auch in ländlichen Regionen ein optimales Diagnose- und Therapieangebot machen, ge­meinsam mit unseren Kollegen vor Ort und auf eine kosteneffiziente und ressourcenschonende Weise“, sagte Konsortialführer Sebastian Kelle, Kardiologe und Oberarzt am DHZB.

„Wir sind überzeugt, mit dem HerzCheck-Projekt eine medizinische Versorgungslücke schließen zu kön­nen und freuen uns sehr, das Projekt mit Hilfe der Fördermittel des Innovationsfonds umsetzen zu kön­nen.“

So sollen die mobilen MRT-Einheiten an regionalen Kliniken oder ambulanten Einrichtungen wie Ärzte­häusern aufgestellt werden. Der erste mobile Standort des Projektes befindet sich am Sana Krankenhaus in Templin. Geschultes medizintechnisches Personal führt die MRT-Untersuchung sicher und zuverlässig durch.

Die Untersuchungsdaten werden unter Beachtung aller Datenschutz-Vorgaben online an das DHZB über­mittelt und dort durch ein geschultes Fachärzteteam ausgewertet. Die Patienten werden dann je nach Schweregrad des Befundes in unterschiedliche Behandlungsgruppen zur wohnortnahen Prävention und Therapie bei Haus- oder Fachärzten eingeteilt. © hil/sb/aerzteblatt.de

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