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Universitätsklinikum Leipzig weiter im Minus

Dienstag, 6. Juli 2021

/picture alliance, Jan Woitas

Leipzig – Das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) hat 2020 sein Jahresergebnis verbessert, lag aber im vergangenen Jahr dennoch mit 17,1 Millionen Euro im Minus. „Wir haben ein in jeder Hinsicht herausfor­derndes Jahr hinter uns, dass uns auch in den wirtschaftlichen Auswirkungen zu schaffen gemacht hat“, sagte Robert Jacob, Kaufmännischer Vorstand des UKL.

So sei erstmals seit vielen Jahren die Zahl der am UKL behandelten Patienten gesunken: 2020 wurden mit 53.805 Fällen acht Prozent weniger stationäre Fälle versorgt. Gleichzeitig stieg jedoch der Case-Mix-Index, der den Schweregrad der behandelten Fälle anzeigt, auf 1,24 (Vorjahr 1,17).

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Auch im ambulanten Bereich ging die Zahl der Behandlungsfälle angesichts der coronabedingten Ein­schränkungen zurück und betrug 296.000 (Vorjahr: 323.324). „Gleichzeitig haben wir wie alle Kranken­häuser eine enorme Kostensteigerung stemmen müssen“, so Jacob. Laut der Bilanz stieg das Umsatzvolu­men 2020 auf 525 Millionen Euro gegenüber 486 Millionen in 2019.

„Wir sind sehr dankbar für die hier von der Bundespolitik sowie zusätzlich vom Freistaat Sachsen bereit­gestellten Mittel, die einen erheblichen Teil der Mehraufwendungen kompensiert haben. Anders als mög­licherweise im Mittel über alle deutschen Krankenhäuser der Fall, haben die Kompensationszah­lungen des Bundes am UKL leider aber nicht ausgereicht, um die entstandenen Defizite auszugleichen“, so Jacob.

„Das UKL hat einen erheblichen Teil der mit der Pandemiebewältigung verbunden Last übernommen und in einer großen Teamleistung immer wieder erweiterte Kapazitäten für die Versorgung der COVID-Patienten geschaffen“, sagte Christoph Josten, Medizinischer Vorstand des UKL.

„Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben unter den erschwerten Bedingungen großer, auch pers­önlicher, Unsicherheit jederzeit die Funktionsfähigkeit des UKL und die Versorgung unserer Patienten aufrechterhalten. Das ist eine großartige Leistung, die höchste Anerkennung verdient“, betonte er. © hil/aerzteblatt.de

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