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Ärztenetze: Regionale Strukturen der Versorgung beachten

Dienstag, 6. Juli 2021

/HNFOTO, stock.adobe.com

Berlin – Lokale Ärztenetze können einen wichtigen Beitrag für eine künftig gute regionale Gesundheits­versorgung leisten. Darauf hat gestern die Agentur deutscher Arztnetze, Bundesverband der Arzt- und Praxis­netze, hingewiesen.

„Unser Gesundheitssystem steht in ständiger Diskussion und in einem permanenten Reformprozess. Be­feuert durch den Bundestagswahlkampf werden nun neue Versorgungsmodelle von Parteien und Think- Tanks diskutiert, die oft erstaunlich wenig Bezug nehmen zu den bestehenden Strukturen“, hieß es aus der Agentur.

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Ärztenetze befassten sich als Eigeninitiative der lokalen Leistungserbringer bereits seit Jahren zum Beispiel mit der Frage, wie Hausärzte, Fachärzte, Therapiepraxen, die stationäre Versorgung und der Pflegebereich besser koordiniert werden könnten.

„Dabei geht es den Netzen nicht um die isolierte Wahrnehmung der wirtschaftlichen Interessen einzel­ner Berufsgruppen oder einzelner Sektoren der Versorgung, sondern um eine Kooperation aller an der Versorgung beteiligten Gruppen mit dem Ziel einer möglichst guten regionalen Gesundheitsversorgung“, betonte der Vorsitzende des Verbandes, Thomas Schang.

Er kritisierte, die augenblickliche Diskussion konzentriere sich zu sehr auf kommunale Gesundheitszent­ren als möglichen Versorgungsstandard der Zukunft. „Es werden fach- und sektorübergreifende Gesund­heitszentren / integrierte Versorgungszentren als zukünftiges Rückgrat der ambulanten Versorgung an­ge­strebt, möglichst unter kommunaler Steuerung oder in Trägerschaft der Kliniken, die für die ambulante Versorgung generell geöffnet werden sollen“, erläuterte er.

Es sei aber ein Fehler, die bestehenden Strukturen mit ihren Kenntnissen und Erfahrungen zu missach­ten, statt sie in ihren Bemühungen zur Verbesserung der Versorgung zu unterstützen. Selbstverwaltete Strukturen unter staatlicher Aufsicht seien ein Grundprinzip der freiheitlichen Demokratie und unseres Gesundheitssystems.

„Ärztenetze verstehen sich als innovativer Teil dieses Systems und brauchen politische Unterstützung, um Koordinationsaufgaben im Sinne der lokalen Leistungserbringer fach- und sektorübergreifend leisten und über die Kostenträger refinanzieren zu können. Dazu brauchen qualifizierte Netze für diese Leis­tungen einen Status als Leistungserbringer“, so Schang. © hil/aerzteblatt.de

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