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Online-Apotheken während der Coronapandemie im Aufschwung

Dienstag, 6. Juli 2021

/picture alliance, Geisler-Fotopress

Berlin – Während der Coronapandemie haben Online-Apotheken einen starken Aufschwung erlebt: 62 Prozent der Verbraucher bestellen inzwischen Arzneimittel regelmäßig bei einer Apotheke im Netz. Das berichtet der Digitalverband Bitkom nach einer Befragung von 1.157 Personen in Deutschland ab 16 Jahren.

Im vergangenen Jahr gaben demnach 58 Prozent der Bürger an, ihre Medikamente regelmäßig in einer Online-Apotheke zu besorgen, 2019 waren es 46 Prozent, 2018 33 Prozent. Laut der Befragung bestellen die Bürger nicht nur frei verkäufliche, sondern auch rezeptpflichtige Medikamente online. Fast jede und jeder Vierte (23 Prozent) löst laut der Befragung Rezepte bei Online-Apotheken ein.

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Neben den Apotheken spüren auch die Online-Händler ein stark wachsendes Interesse an Arzneimitteln. 2020 haben laut Umfrage sieben Prozent der Menschen in Deutschland nicht verschreibungspflichtige Medikamente bei Online-Händlern wie Amazon gekauft, aktuell sind es mit 15 Prozent gut doppelt so viele.

„Auch jenseits der Einschränkungen durch Corona existieren medizinische Versorgungslücken, etwa in ländlichen Regionen oder für mobil eingeschränkte Menschen. Onlineangebote helfen, diese Lücken zu schließen“, erklärte der Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder.

Diejenigen, die in einer Online-Apotheke einkaufen, sind zu großen Teilen mit der Medikamentenaus­wahl zufrieden oder sogar sehr zufrieden (94 Prozent), ebenso mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis (88 Prozent). 84 Prozent loben die Liefergeschwindigkeit, etwas mehr als im Vorjahr mit 78 Prozent.

Weniger gut ist allerdings die wahrgenommene Beratungsqualität: Hier hat die Zufriedenheit leicht abgenommen, von 47 Prozent in 2020 auf aktuell 44 Prozent.

„Die Online-Apotheke ist derzeit eine Ergänzung zur Apotheke vor Ort, kein Ersatz“, sagte Rohleder. Nahezu alle Befragten (99 Prozent) erhalten laut der Befragung ihre verschreibungspflichtigen Arzneien zumindest teilweise auf diesem klassischen Weg. © hil/aerzteblatt.de

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