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Deutsche Krebshilfe erhielt trotz Pandemie viele Spenden

Dienstag, 6. Juli 2021

/Marco2811, stock.adobe.com

Berlin – Die Deutsche Krebshilfe hat im vergangenen Jahr 34,8 Millionen Euro an Spenden von etwa 384.000 Privatpersonen und fast 6.300 Unternehmen erhalten. Rund 71,7 Millionen Euro der 129,3 Millionen Euro Einnahmen im Jahr 2020 stammen aus Nachlässen, so dass die Stiftung trotz der Pan­demie 132 neue Projekte und Initiativen auf den Weg bringen konnte.

„Trotz der zahlreichen Einschränkungen durch die Coronapandemie war das Engagement der Bürgerin­nen und Bürger für ihre krebskranken Mitmenschen auch 2020 ungebrochen“, sagte heute Gerd Nette­koven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe, bei der virtuellen der Jahrespresse­konferenz der Stiftung.

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„Wir sind sehr dankbar, dass sich so viele Menschen trotz des schwierigen Jahres 2020 für Krebspatienten und deren Angehörige engagiert haben.“ Dieses große Vertrauen zeige, dass die Krebshilfe mit dem breit angelegten Spektrum ihrer Aktivitäten richtigliege.

Künftig will die Deutsche Krebshilfe mit einer Koordinierungsstelle für Patienteninteressen und einer Patientenbeauftragten ihre Arbeit noch besser auf die Belange und Interessen von Patienten abstimmen. Konkret wird Stefanie Houwaar von der Selbsthilfeorganisation für Menschen mit erblich bedingtem Brust- und Eierstockkrebs die Deutsche Krebshilfe als Patientenbeauftragte unter­stützen.

Zudem fördert die Deutsche Krebshilfe am Universitätsklinikum Köln mit rund einer Million Euro für fünf Jahre eine neue Stiftungsprofessur ‚Bewegungswissenschaften in der Onkologie‘. Speziell auf die Patien­ten abgestimmte Sport- und Bewegungsprogramme sollen zu einer wichtigen Säule der Krebstherapie werden.

Die Deutsche Krebshilfe ist derzeit der bedeutendste private Drittmittelgeber für die onkologische For­schung in Deutschland. 2020 bewilligte sie rund 48 Millionen Euro für neue Projekte auf den Gebieten der Grundlagenforschung, klinischen Krebsforschung und der Versorgungsforschung. 36,7 Millionen Euro hat die Stiftung für klinische und wissenschaftliche Strukturmaßnahmen bereitgestellt.

So hat sie beispielsweise ihr Programm zur Förderung von Krebsexzellenzzentren fortgeführt und aus­geweitet: „Ein Schwerpunkt unserer Arbeit lag im vergangenen Jahr auf der Weiterentwicklung der von uns vor 14 Jahren auf den Weg gebrachten Onkologischen Spitzenzentren – den Comprehensive Cancer Centers“, erklärte Nettekoven.

Mit diesen Zentren und der angestoßenen Initiative habe die Deutsche Krebshilfe die Grundlagen für eine flächendeckende, strukturierte, leistungsfähige und zukunftsorientier­te Patientenversorgung in Deutschland geschaffen.

„Im Jahr 2020 haben sich die Universitätskliniken Frankfurt am Main und Marburg, die Universitätsmedi­zin Göttingen sowie die Medizinische Hochschule Hannover und die Universitätskliniken Essen und Münster zu Comprehensive-Cancer-Center-Konsortien zusammengeschlossen, um für Betroffene in der jeweiligen Region die bestmögliche Krebsversorgung zu leisten. Diese Zusammenschlüsse sind eine wichtige und konsequente Weiterentwicklung unserer Bemühungen“, so Nettekoven weiter. © ER/aerzteblatt.de

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