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Ausland

Coronainfektionen in Spanien schnellen in die Höhe

Dienstag, 6. Juli 2021

/picture alliance, dpa

Madrid – In Spanien ist die Zahl der Coronaneuinfektionen in den vergangenen Tagen in die Höhe ge­­schnellt – vor allem bei jungen Menschen. „Die heutigen Zahlen sind überhaupt nicht gut“, sagte der Chef-Epidemiologe des Gesundheitsministeriums, Fernando Simon, gestern Abend. Die Zahlen in den unterschiedlichen Altersgruppen variierten stark, „unter den Jüngsten haben wir eine Inzidenz von fast 600“, sagte Simon.

Die landesweite Inzidenz lag demnach bei 204 pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 14 Tagen. Am vergangenen Freitag hatte sie bei 152,8 gelegen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums von ges­tern wurden binnen 72 Stunden 32.607 Neuinfektionen und 23 Todesfälle registriert.

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Simon bezeichnete die Lage als „kompliziert“, hob aber hervor, dass sich die Zahl der Krankenhaus­einwei­sungen und Todesfälle nicht erhöht habe. Die Impfkampagne hat in Spanien an Tempo zugelegt. 40,3 Pro­zent der rund 47 Millionen Menschen sind vollständig gegen das Coronavirus geimpft, 56 Prozent haben die erste Impfdosis erhalten.

Mehrere Regionen wie Andalusien und Katalonien erwägen, wegen der steigenden Infektionszahlen die Maßnahmen in dieser Woche wieder zu verschärfen. Erst am 26. Juni war die Maskenpflicht im Freien aufgehoben worden.

Vergangene Woche hatten Schüler, die auf Mallorca gefeiert hatten, das Virus auch in andere spanische Landesteile eingeschleppt. Nach Angaben des spanischen Gesundheitsministeriums wurden landesweit mindestens 1.824 Menschen im Zuge dieses Coronaausbruchs infiziert und 5.978 unter Quarantäne gestellt.

Mit fast 81.000 Coronatoten und mehr als 3,8 Millionen Infektionsfällen ist Spanien eines der am stärksten von der Pandemie betroffenen Länder Europas. © afp/aerzteblatt.de

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