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Ärzteschaft

Keine Herdenimmunität ohne Impfung von Kindern

Dienstag, 6. Juli 2021

/picture alliance, Frank Hoermann, SVEN SIMON

Berlin – Die Deutsche Gesellschaft für Immunologie geht davon aus, dass eine Herdenimmunität gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 ohne die Impfung von Kindern und Jugendlichen nicht erreichbar ist.

„Klassischerweise geht man von einer Herdenimmunität aus, wenn 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung gegen den Erreger geschützt sind. Das setzt aber voraus, dass sich der Erreger in diesen Personen nicht vermehren kann“, sagte Vizepräsident Reinhold Förster den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

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Bei SARS-CoV-2 sei dies aber anders: Menschen könnten das Virus übertragen, obwohl sie selbst nicht erkrankt seien, obwohl sie geimpft und vollkommen symptomfrei seien. Mit der Delta-Variante habe sich die Situation verschärft.

„Sie ist deutlich ansteckender. Sie betrifft sehr stark Jugendliche und Kinder“, sagte Förster. „Solange diese Gruppe gar nicht oder wenig geimpft ist, werden wir keine Herdenimmuni­tät bekommen.“

Aus Sicht des Robert-Koch-Instituts sollten im Kampf gegen die Delta-Variante mindestens 85 Prozent der 12- bis 59-Jährigen und 90 Prozent der Menschen ab 60 Jahren vollständig geimpft sein. „Bei recht­zeitigem Erreichen dieser Impfquote scheint eine ausgeprägte 4. Welle im kommenden Herbst/Winter unwahrschein­lich“, heißt es in einem Papier des RKI, das gestern veröffentlicht wurde.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat vorerst keine generelle Impfempfehlung für Kinder ab zwölf Jahren ausgesprochen. Sie empfiehlt Impfungen nur für 12- bis 17-Jährige mit bestimmten Vorerkran­kungen wie Adipositas.

Unabhängig davon sind Impfungen aber als individuelle Entscheidung von Eltern mit ihren Kindern und den Ärztinnen und Ärzten möglich. Für Kinder unter 12 Jahren gibt es bislang keinen zugelassenen Impf­stoff. © dpa/aerzteblatt.de

Kommentare

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Avatar #831974
BB-DD
am Dienstag, 13. Juli 2021, 17:52

Laie@home

Lieber Laie@home. Sie dürfen Ihre Kinder impfen lassen, ich hab nichts dagegen. Ich wehre mich aber mit allen mir zur Verfügung stehenden Argumenten gegen die Impfpflicht durch die Hintertür, um die es politisch geht.
Es gibt keinen "Feldversuch" zu Delta. Beta-Coronaviren (OC43) sind seit Jahrzehnten da, Grundimmunität bei vielen+Mutationen inkl. Mit anderen Coronaviren traten sie seit KW9 dieses Jahres lt. den Untersuchungen am Referenzzentrum (Berichte der AG Influenza des RKI) häufiger bei Kranken! auf als SARS-Cov2. Wie spezifisch sind die Massen-Tests auf SARS-Cov2? Nicht validiert, ja! Ist die Infektiosität bei "Delta" gestiegen? Womit wird das belegt, außer, dass Herr Lauterbach es ständig behauptet und das Ärzteblatt es ständig unter seine dpa-Artikel schreibt. In mir bekannten Fällen von Grundschulklassen, wo Delta angeblich auftrat, ist nur genau der Indexfall, trotz mehrfacher Testung aller anderen Kinder und der Lehrer bekannt. "Inzidenz" zum vergessen! Was genau spricht als Strategie gegen Delta dafür, sich impfen zu lassen, wenn die angeblichen Delta-Fälle in Israel sich zu 50% aus geimpften Menschen rekrutieren? Abgesehen davon sollte man ja auch nicht vergessen, dass die "Oster-Welle" mit "Alpha" dann irgendwann auch mal vorbei war, weil das mit einer Erkältungswelle nun mal so läuft. Nun kommt Delta ins Spiel. Leicht verändert verbreitet es sich wahrscheinlich schon deshalb besser, weil es eben noch nicht bei allen war. Schauen Sie sich mal die Grippewellen der Vorjahre an. Dort gibt es auch verschiedene Phasen mit verschiedenen dominierenden Virusarten. Und was die "harmlosen" Coronaviren angeht, sollten Sie sich auch nicht so sicher sein. Auf deren Kappe gehen 15%+ der Atemwegserkrankungen - Lungenentzündungen, Kawasaki-Syndrom, Herzerkrankungen möglich. Hier werden Dinge, die es jedes Jahr gibt, zur Katastrophe stilisiert. Das ist unsere Pandemie, noch dazu gesteuert von Geschäftsinteressen. PS. Coronaviren stammen alle von Tieren. Nix neues
Avatar #883642
Laie@home
am Dienstag, 13. Juli 2021, 14:16

zu BB-DD

Ich werde es nun kurz und knackig (vielleicht sogar überzogen) formulieren : ich möchte nicht, dass unsere Kinder für einen gross angelegten Feldversuch im Rahmen der Delta-Variante "missbraucht" werden !
Die Infektiösität (eine geringere Menge an Viren reicht für eine Ansteckung mit Krankheitssymptome) ist bereits gestiegen - wollen wir wirklich, dass durch vermehrte Zirkulation (und somit Nährboden für gesteigerte Mutation) auch noch die Pathogenität steigt ? Selbst Virologen vermögen auch den weiteren "Selektionsdruck" und dessen Auswirkungen nicht wirklich vorherzusagen. Welchem Umstand ist es zu schulden, dass wir derzeit eine Virusvariante mit "nur" erhöhter Infektiösität vorwiegend nachweisen ? Verschiedene Coronaviren begleiten uns schon sehr lange als Auslöser eher harmloser Erkältungskrankheiten - dieses Virus besitzt aber bislang grösseres Potenzial (ausgehend als Zoonose betrachtet).
Mit weiteren geplanten Lockerungen (die wir schlussendlich alle, über sämtliche Generationen hinweg und auch ich) herbei sehnen, steigt das Risiko wieder, dass Mutationen, in welche Richtung auch immer, vermehrt stattfinden könnten.
Ich möchte nochmals betonen, dass eine Impfung stets freiwillig bleiben sollte, unter eigener Abwägung, gestützt auf fundiertes Wissen zu den jeweiligen Vor-und Nachteilen. Von einer (fast schon entmündigenden) Impf-Pflicht halte ich auch in anderen Bereichen nichts. Deshalb sollte die Entscheidung darüber weder staatlich "forciert", noch " verbaut" werden.
Dies soll nun auch mein letzter Kommentar zu diesem Thema sein, wohlwissentlich dass Ihnen, BB-DD, noch unzählige Gegenargumente einfallen werden. Schlussendlich darf das Ärzteblatt nicht zu einer Plattform für einen endlosenen, grundsätzlichen Schlagabtausch "mutieren" - hiefür bieten sich bestimmt bessere "Orte" an ... Beste Grüsse - und wer weiss ? Auf "Wiedersehen" ;-)
Avatar #831974
BB-DD
am Montag, 12. Juli 2021, 21:47

Antwort Laie@home

Es ist ja nun leider so, dass die Impfung eben gerade nicht den natürlichen Infektionsweg simuliert und dass immerzu das Märchen propagiert wird, die Immunität gegen DAS Sars-Cov2-Virus käme nur durch Infektion mit selbigem oder durch "Impfung" zustande. Das ist schon lange widerlegt! Normalerweise kommt das Virus doch erst gar nicht ins Blut. Noch dazu, wo erstmal nachzuweisen wäre, was die ganzen Tests überhaupt auffinden. Die Debatte um Impfungen von Schwangeren und Frauen im gebährfähigen Alter wird auch konsequent ausgeblendet - Warnungen gibt es hinreichend. Nur eben noch keine Beobachtungen. Dass die STIKO gerade bei Kindern nochmals strengere Kriterien anlegt und da auch unbeirrbar ist, muss man ihr zu Gute halten. Wünschenswert wäre das für andere Bevölkerungsgruppen auch gewesen. Nur kann man es für die Kinder viel klarer rechtfertigen: Es ist schlichtweg unverantwortlich Kinder gegen etwas zu impfen, das im Normalfall einen Schnupfen/Husten macht, dessen Nebenwirkungen aber nicht abzusehen sind. Sind Ihre Kinder gegen Parainfluenza (macht Pseudokrupp), gegen RSV-Viren etc.? Ach so, sowas gibt's nicht. aber in der Schule waren die Kinder bislang immer. Warum ausgerechnet gegen das Virus, das NICHTS mit den Kindern macht im Vergleich zu allen anderen genannten? Wenn mit Covid-19 seit März 2020 etwa 2000 Kinder hospitalisiert waren und sonst in einer "Grippewelle" 5000 pro Woche hospitalisiert werden, sie aber jetzt nach der Impfung schreien, damit ihre Kinder in die Schule gehen können, stimmt an Ihrem Koordinatensystem was nicht. Worst-Case kann es immer geben mit sonstwas - Herzleiden, Kawasaki-Syndrom, Lungenentzündungen, Superinfektionen mit Blutvergiftung. Nein, wir brauchen keine Schutzmaßnahmen in der Schule, die mehr Schaden machen als Nutzen. Masken, Unterrichtsausfall, Internetunterricht. Wir brauchen keine Tests, wofür denn? Damit ich weiß, dass mein Kind Schnupfen wahrscheinlich von einem Beta-Coronavirus hat und eingesperrt werden muss, während der Banknachbar mit Influenza und Bronchitis die Klasse anstecken darf und mit zwei seiner Mitschüler im Krankenhaus behandelt werden muss? So ein Schwachsinn, dabei bleibe ich. Wer krank ist mit Husten, Fieber, Erschöpfung, bleibt zu Hause, gesunde gehen in die Schule. Das hat seit hunderten Jahren so funktioniert, nur im Zeitalter der Medienhysterie und der Impf-Profitgeier geht es plötzlich nicht mehr. Viele Grüße.
Avatar #883642
Laie@home
am Montag, 12. Juli 2021, 20:18

zu BB-DD

Ich finde ja, man darf auch mit Corona-Skeptiker und Impfgegner "geschmeidig" im Gespräch bleiben.....
Sie haben nun aus Ihrer Sicht das mögliche Szenario bei einer Corona-Impfung dargelegt. Nun klären Sie mich doch bitteschön mal auf, was bei einer möglichen Corona-Infektion zu erwarten wäre - worst case versteht sich ? Gibt es gar einzelne Parallelen bei den immunologischen Abläufen, die sich auch bei Infektion mit einem replizierenden Virus wiederfinden lassen ? Und hat die STIKO eine Einschränkung der Impfung für Frauen im gebärfähigen Alter ausgesprochen ?
Das "Syncytin-1-Märchen" wurde zu Jahresbeginn auch im Ärzteblatt widerlegt.
Bei Impfung meines Kindes geht es mir in erster Linie um einen möglichen Eigenschutz - dass Geimpfte ggf. weniger Viren im Falle einer Ansteckung "verteilen" ist ein positiver Nebeneffekt. Und wir werden wohl vorerst auch nicht um repetetives Pooltesting herum kommen, was im Rahmen von Spucktests auch nicht unzumutbar ist.
Bleiben wir gespannt, wie die STIKO die "sehnlichst erwarteten" Daten aus den USA bewerten wird.
Avatar #831974
BB-DD
am Montag, 12. Juli 2021, 16:39

Zu Laie@home

Ihrer Logik zu folgen, ist nicht angebracht. Zunächst einmal: Die aktuellen Corona-"Impfstoffe" mit Sonderzulassung - unter Umgehung jeglicher Haftung durch die Hersteller (Warum wohl?)- sind keine Totimpfstoffe. Sie enthalten zumindest gewollt keine Coronaviren, nur einzelne verpackte Erbinformationen des Virus. Es sind Nukleinsäuren (mRNA oder DNA) in Lipidpartikeln oder speziellen Adenoviren, die in Zellen eingeschleust werden, geplant in Muskelzellen des Arms. In den "geimpften" Zellen programmieren diese Nukleinsäuren den Proteinstoffwechsel um, so dass körperfremde Eiweißmoleküle hergestellt werden, die dann an den Zellmembranen (so ist es zumindest geplant) verankert werden. Bei diesen Eiweißen handelt es sich um das "Spike"-Protein, das das Coronavirus benutzt, um in Zellen einzudringen und diese zu infizieren. Der beabsichtigte Wirkmechanismus liegt nun darin, dass dieses körperfremde Eiweiß auf der geimpften Zelle vom Immunsystem erkannt wird, das dann Antikörper dagegen produziert. Die geimpften Zellen mit den falschen Eiweißen werden wie andere zufällig veränderten Zellen schließlich vom Körper abgebaut (normalerweise!), die Antikörper stehen aber bereit, falls das Coronavirus irgendwann mal in den Körper gelangt. So zumindest grob der Plan. Probleme gibt es dann, wenn der "Impfstoff" unbeabsichtigt mit dem Blut überall im Körper verteilt wird und nicht nur Muskelzellen des Arms umprogrammiert werden, oder das mittlerweile als toxisch (auch ohne Coronavirus) erkannte Spike-Protein irgendwo anders hingelangt und nicht im Muskelgewebe des Arms bleibt - Herzmuskelentzündungen, Thrombosen, Schlaganfälle... Auch die Lipidpartikel selbst stehen im Verdacht, potentiell gefährlich zu sein, weil sie sich in bestimmten Organen anreichern können (Reproduktionsorgane), mit bislang nicht langfristig einschätzbaren Folgen. Es ist zudem überhaupt nicht bekannt, und es gibt berichtete Fälle auch hier im Ärzteblatt, mit welcher Wahrscheinlichkeit die geimpften Gene eben doch ins Erbgut des Impflings übernommen werden können - auch dafür gibt es Mechanismen, die unter bestimmten seltenen Bedingungen ausgelöst werden, Folgen unbekannt. Solche "ungewünschten Ereignisse" sind zwar alle sehr selten, sprich unwahrscheinlich, aber eben nicht unmöglich - für Kinder mit noch 70-75 Jahren mittlerer Lebenserwartung wären sie aber ggf. besonders fatal. Bei der Gruppe 60+ oder 80+ sind sie, bezogen auf das "normale" Lebenssisiko, weniger bedeutend - für manch einen aber eben doch relevant. Zudem sind die Beobachtungszeiträume bisher so kurz, dass viele Gefahren noch gar nicht realistisch bewertet werden können oder schlicht noch unbekannt sind! Und an dieser Stelle kommt die berechtigte Frage auf, ob ein bisher am Menschen so nicht etabliertes Verfahren mit genetischen "Impfstoffen" (die auch in Tierversuchen durchaus problematische Ergebnisse produziert haben), mit bekannten seltenen, potentiell absehbaren und evtl. noch gänzlich unbekannten Gefährdungen geeignet ist, eine Bevölkerungsgruppe mit extrem geringem Risiko für schwere Krankheit (auch im Vergleich zu anderen Erregern) zu schützen, ohne bei einer geplanten massenhaften Verwendung das Risiko für jeden Einzelnen dieser Bevölkerungsgruppe, Opfer eines Impfunfalls zu werden, höher werden zu lassen als der potentielle Nutzen sein kann. Denn dieser Nutzen kann doch nur die Verhinderung einer schweren Krankheit sein. Fremdschutz wie von Ihnen gemutmaßt geht nicht, da die "Impfung" eben nicht zu steriler Immunität führt (auch wenn die schlechten ct-Wert-Korrelationen zur Viruslast dies behaupten), bestenfalls zu gewissem Individualschutz. Und auch hier gibt es Einschränkungen: solche Viren werden durch ständige Mutation auch bereits Geimpfte weiter mit Erkältungen plagen, Oma und Opa können auch weiter angesteckt werden. Aber das gehört zum Lebensrisiko dazu! Oma und Opa einsperren und von den Enkeln isolieren führt eher zu Gegenteil - nämlich zu größerer Empfänglichkeit für Krankheitserreger. Das Immunsystem trainiert doch nicht nur durch Impfung. So eine dumme Sicht auf die Welt.
Jetzt hier zu diskutieren, Kinder müssten sonst weiter Masken tragen und zu Hause unterrichtet werden, ist doch vollkommen abwegig. Die STIKO schützt die Kinder vor eben jenem Impfzwang, der aus Lobbyinteresse über die Hintertür für die Erwachsenen aufgebaut wird - des fraglichen Fremdnutzens wegen! Wenn für die Kinder KEINE Gefahr jenseits anderer Atemwegserkrankungen besteht - und das ist belegt - die Gruppe der Lehrer und Erzieher nachweislich schon aufgrund ihrer Altersstruktur auch nur wenig gefährdet sind und noch dazu ein Impfangebot erhalten, und mit der Impfung unter unabwägbaren Risiken vor allem für Kinder eine sterile Immunität sowieso unmöglich ist, gibt es nur einen Ausweg: ALLE Maßnahmen zum angeblichen Schutz in Kitas und Schulen gehören abgeschafft. Gleiches gilt überall im Land! Vor allem gehören Tests abseits der ärztlichen Diagnose vor der Behandlung Erkrankter und vor allem die Quarantäne abgeschafft. Letzteres ist doch ohnehin die Pandemie: Die Angst vor dem Freiheitsentzug für die ganze Familie bei einem Coronaschnupfen (andere Viren mit gleichen Folgen für gefährdete egal!)- und das ist auch der Plan dahinter, damit man die Impfung unterbringt. Erwachsene, die meinen, sich vor einer Erkältung mit neuartigen "Impfungen" schützen zu können, um dann bei der nächsten "Variante" trotzdem wieder in Quarantäne zu sitzen, sollen sich das Zeug geben lassen, alle anderen soll man in Ruhe lassen! Mich eingeschlossen. Schluss mit dem Unsinn. Es gab und gibt keine Gefährdungslage über die der jährlichen Erkältungen hinaus! Nicht für Kinder, nicht für Erwachsene und auch nicht für alte Menschen. Die Maßnahmen waren und sind das Problem. Und jetzt könnt ihr den Kommentar wieder löschen.
Avatar #883642
Laie@home
am Montag, 12. Juli 2021, 14:27

Recht auf Impfung - auch für Kinder

Von welcher Art Impfstoff sprechen wir hier ? Zählt ein mRNA-Impfstoff nicht zu den Totimpfstoffen und werden nicht sogar Lebendimpfstoffe, wie z.B. die MMR-Impfung schon einige Jahre erfolgreich verabreicht ?
Ich verstehe einerseits die Zurückhaltung der StIKO bei der Impfempfehlung für Kinder, andereseits denkt man über eine grossangelegte Beschaffung von passgenaueren Kinder-Schutzmasken nach und sieht volle Fussballstadien ohne jegliches Schutzkonzept.
Mit Hinblick auf den wiederkehrenden Präsenzunterricht wünsche ich mir als Elternteil nicht nur ein Impfangebot für sogar <12 Jährige, sondern gleichzeitig auch eine Verbesserung des Lüftungskonzepts und Weiterführung von angepassten Hygienemassnahmen.
Die zusätzliche Impfung unserer Kinder ist nicht das Allheilmittel zur Bekämpfung der Pandemie - aber ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zu ein bisschen mehr Normalität für Kinder und Jugendliche.
Sind Sie schonmal stundenlang mit Maske bei stetiger kalter Zugluft in einem Klassenzimmer gesessen ? Haben Sie selbst schon Sport im Freien mit Maske getrieben? Wie selbstständig konnten Sie den Schulstoff im Fernunterricht erarbeiten ?
Wie steht es um die Datenlage zu Long-Covid bei Kindern ?
Überall dort, wo Erwachsene oder Kinder unausweichlich und wiederkehrend in geschlossenen, ja beengten Räumen aufeinander treffen bin ich FÜR eine Impfung - und sei es bloss, um die Menge an Viren bei einer etwaigen Übertragung zu reduzieren.
Die Zeit der "Rubella-/Masern-Parties" ist ja wohl vorbei und grenzt meines Erachtens nach auch an Körperverletzung.
Kinder sollten aufgrund ihrer Entwicklungs- und Lebenssituation ebenfalls einen freien Zugang zur Corona-Impfung haben - sie tragen die einschneidenden Massnahmen sonst deutlich länger und füllen zunehmends die psychologischen Anlaufstellen.
Avatar #745246
Andre B.
am Mittwoch, 7. Juli 2021, 10:06

@klresch - Unzureichende Datenauswertung für eine valide Beurteilung

Die angestellten Berechnungen und daraus abgeleiteten grafischen Darstellungen von "Destatis" sind ungeeignet, um überhaupt valide Aussagen bezüglich einer tatsächlichen Übersterblichkeit treffen zu können. Ich empfehle dazu die tiefergehenden und ständig aktualisierten Analysen des Institut für Statistik an der LMU München.

>>> https://www.covid19.statistik.uni-muenchen.de/newsletter/index.html & https://www.aerzteblatt.de/studieren/forum/139345/Studie-der-Muenchener-Universitaet-Keine-ausgepraegte-Uebersterblichkeit
Avatar #659853
klresch
am Mittwoch, 7. Juli 2021, 09:28

Si tacuisses, UdoSchlenz!

Mit Verlaub, UdoSchlenz,

Ihr Beitrag ist erstmal eine glatte Themaverfehlung an dieser Stelle. Hier geht es um das Impfen von Kindern, nicht um Übersterblichkeit in Pflegeheimen.

Trotzdem kann und möchte ich Ihre Einlassungen nicht einfach so stehen lassen:
Dass die Zeiten hoher Inzidenzen und hoher Todeszahlen in den ersten Monaten dieses Jahres (rki-Zahlen: gemeldete Todesfälle an/mit Corona März 2020 bis 8.12.2020: 19314, zwischen 8.12.20 und 30.3.21: 56567, ca. 98% davon im Alter über 60 Jahren) mit einer statistisch deutlichen Übersterblichkeit einhergingen, dazu sollten Sie nicht den AOK-Report zurechtbiegen, sondern einfach die entsprechenden Originaldaten anschauen: https://www.destatis.de/DE/Themen/Querschnitt/Corona/Gesellschaft/bevoelkerung-sterbefaelle.html: ja, es gab im vergangenen Winter eine markante Übersterblichkeit, die sich erst jetzt langsam wieder normalisiert!

Ärgerlich, dass sich Falschinformationen etwa hundertmal besser verbreiten als die nüchterne Realität: Serra-Garcia M, Gneezy U. Nonreplicable publications are cited more than replicable ones. Sci Adv. 2021 May 21;7(21):eabd1705. PMID: 34020944

Das sollten Sie bedenken, wenn Sie selbst mal wieder Gefahr laufen, einer Falschmeldung aufzusitzen und das sollten Sie erst recht bedenken, wenn Sie in einer so ernsten Angelegenheit wie der aktuellen Pandemie das Bedürfnis empfinden, mal schnell aus der Hüfte schießen zu müssen!

Si tacuisses!
Avatar #865259
UdoSchlenz
am Dienstag, 6. Juli 2021, 20:09

..das Virus übertragen, obwohl sie geimpft und symptomfrei

Dieser eine folgende Satz von hoher Stelle ist den Beitrag wert, Zitat:

"Bei SARS-CoV-2 sei dies aber anders: Menschen könnten das Virus übertragen, obwohl sie selbst nicht erkrankt seien, obwohl sie geimpft und vollkommen symptomfrei seien."

Die mRNA und DNA-vektor-Impfungen bringen nichts oder weit weit weniger als man sich erhofft hat (sofern man an die Zulassungsstudien von Pfizer resp Moderna hatte glauben wollen).

Der AOK- Pflege-Report zeigt was in D gründlichst misslang bei der Unternehmung "Flatten the Curve".
Man hatte verkündet die gut 1 Mio Pflegeheimsenioren (sage gerundet 1,5% der Bevölkerung) schützen zu wollen, sogar "zu müssen" (also alternativlos), indem man Infektionen bei 98,5% der Bevölkerung strikt vermeidet, wofür probate Mittel wie Masken aller Art bereit stünden.
Ökonomen waren da sichtlich nicht gefragt, ansonst wäre womöglich wer auf die Idee gekommen es eher umgekehrt zu versuchen...
nunja, man hätte halt ab September 20 nur jede testen brauchen, die ins Heim hinein wollte, Personal wie Besucher.
Dazu 2x pro Woche Screenings der Bewohner mittels PCR-Pool-test,
oder TMA-Pool Test (ab November20 verfügbar soweit mir bekannt).
Wo nichts ist, kann nichts werden, gilt sogar fürs Virus.

Nun hab ich lange ausgeholt.
Dem AOK Bericht lässt sich entmehmen. daß ohne das Sterben in Pflegeheimen in D nichts an Exzess-Sterblichkeit zu bebachten gewesen wäre, das ganze Jahr 2020 nicht, zu keiner Zeit, und so wohl auch im Jan 21, wo weiterhin vornehmlich nur in und aus Seniorenheimen heraus gestorben wurde , nun auch gerne mit (Teil) Geimpften-Status.

Es gab und gibt kein anderes ernstliches statistisch signifikantes Problem als das Sterben in Pflegeheimen.

Alle anderen können leben grade so wie sie es mit Influenza und HCov und PIV und Rhino und noch so einigem, das noch gar keinen Entdecker gefunden hat, immer schon getan haben.

Also ohne Maske, ohne Impfung, oder auf Wunsch auch mit.

Sogar Hände schütteln mag wer wi
Avatar #833365
HartmutSteeb
am Dienstag, 6. Juli 2021, 19:53

Herdenimpfung - Impfung von Kindern

Eine Impfung zugunsten von Dritten darf nie erzwungen oder verordnet, aber auch nicht politisch emotionalem Druck "erbeten" werden. Ärztliche Handlung sind nur zum Wohl des Patienten erlaubt nicht für irgendwelche politischen Ziele, um so weniger, je mehr man das auch wissenschaftlich belegen kann. Die Frage einer Herdenimmunität ist spekulativ. Darum kann man den Politikern nur dringend raten, endlich den Fuß vom Gaspedal zu nehmen. Ärzte und Patienten/Klienten sollen über medizinische Maßnahmen entscheiden.
Avatar #659853
klresch
am Dienstag, 6. Juli 2021, 19:33

Wohl und Leben von Kindern und Jugendlichen als Pfand für die Herdenimmunität der Erwachsenen?

Die Stiko kann und darf nur dann eine positive Impfempfehlung aussprechen, wenn für die Betroffenen selbst der Nutzen der Impfung mutmaßlich höher ist als das Risiko. Das zeichnet sich derzeit (nur) bei Kindern und Jugendlichen mit bestimmten Vorerkrankungen einigermaßen ab, weshalb die Stiko zurecht derzeit genau diese Einschränkung macht.

Für die 15,3 Millionen Kinder und Jugendliche unter 20 Jahren in Deutschland ist bisher lediglich eine Kenngröße gesichert: seit Beginn der Pandemie sind maximal 5 Infizierte unter 20 Jahren an/mit Corona verstorben. Kein Mensch kann derzeit ruhigen Gewissens seine Hand dafür ins Feuer legen, dass die "Durchimpfung" von annähernd 15 Millionen Minderjähriger nicht von mehr tödlichen Impfkomplikationen begleitet wäre. Für eine ethisch verantwortbare Abwägung der jeweiligen nichttödlichen Risiken der Impfung bzw. der Infektion fehlen definitiv belastbare Zahlen.

Und deshalb: Solange die Risiken der Impfung nicht quantifiziert werden können, kann der Nutzen für die Minderjährigen nicht beurteilt werden. Vor allem nicht, da man ja weiß, dass die allermeisten Infektionen bei diesem Teil der Bevölkerung blande oder sogar asymptomatisch verlaufen.

Vor diesem Hintergrund jetzt Druck zu machen und eine Impfempfehlung für Kinder damit zu begründen, dass für die Erwachsenen nur so die Herdenimmunität möglich ist, ist zynisch und absolut inakzeptabel. Sie verstößt elementar gegen das ärztliche Berufsethos. Die Protagonisten einer solchen Denke in der Deutschen Gesellschaft für Immunologie sollten sich schämen!
Avatar #710751
DocAge
am Dienstag, 6. Juli 2021, 18:15

falscher Titel

ich mutmaße mal: eigtl. meint der Kollege doch, dass aufgrund der fehlenden sterilen Immunität eine Herdenimmunität nicht möglich wäre und daher eine Durchimpfung von 100% nötig wäre, damit mutmaßlich keiner mehr schwer erkrankt...auch wenn er es ohne Impfung nie wäre und das Risiko eines Impfschadens dtl. höher ist als das Risiko eines schweren Verlaufs. Warum verwendet man die Resourcen nicht dafür die Risikopatienten herauszufiltern und diese dann zu impfen?
LNS
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