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Medizin

SARS-CoV-2: Long-COVID bei Kindern nach Hospitalisierung häufig

Dienstag, 6. Juli 2021

/Julia, stock.adobe.com

Moskau – Kinder erkranken nach einer Infektion mit SARS-CoV-2 selten schwer an COVID-19, erholen sich dann jedoch oft nur langsam von der Erkrankung. In einer Kohortenstudie im European Respiratory Journal (2021; DOI: 10.1183/13993003.01341-2021) berichteten die Mütter, dass ihre Kinder auch 8 Monate nach der Entlassung aus der Klinik noch unter Residualsymptome leiden.

In der russischen Hauptstadt waren während der 1. Welle von COVID-19 zwischen April und August 2020 auch zahlreiche Kinder erkrankt. 853 wurden am Kinderkrankenhaus Z.A.Bashlyaeva behandelt, einer Uniklinik mit 980 Betten.

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Die Kinder waren zumeist an hohem Fieber, Husten, Rhinorrhoe und Abgeschlagenheit erkrankt, den üblichen Symptomen von COVID-19. Bei 1/3 war eine Pneumonie diagnostiziert worden. Nur wenige Kinder (2,7 %) mussten nicht-invasiv mit Sauerstoff versorgt oder mechanisch beatmet werden.

Alle Patienten überlebten, und 518 Mütter erklärten sich bei der Entlassung bereit, später telefonisch Auskunft über die Erholung ihrer Kinder zu geben. Ismail Osmanov und Mitarbeiter riefen die Mütter im Durchschnitt 256 Tage nach der Entlassung an. Die Forscher verwendeten einen Fragebogen, den ein „International Severe Acute Respiratory and emerging Infection Consortium“ (ISARIC) entwickelt hat, um die Ergebnisse international vergleichen zu können.

Insgesamt 126 Kinder (24,3 %) im mittleren Alter von 10,4 Jahren litten auch 8 Monate nach der Erkran­kung noch unter Beschwerden. Am häufigsten waren Müdigkeit (10,7 %), Schlafstörungen (6,9 %) und sensorische Probleme (5,6 %). Insgesamt 44 Kinder (8,4 %) hatten mehrere Symptome.

Betroffen waren vor allem ältere Kinder. Für die Altersgruppe von 6 bis 11 Jahren ermittelte Osmanov eine Odds Ratio von 2,74 mit einem 95-%-Konfidenzintervall von 1,37 bis 5,75. Die 12- bis 18-Jährigen litten ebenfalls häufiger unter den Nachwirkungen der Erkrankung (Odds Ratio 2,68; 1,41 bis 5,4).

Ein weiterer Risikofaktor für ein Long-COVID war eine Vorgeschichte allergischer Erkrankungen (Odds 1,67; 1,04 bis 2,67). Die Untersuchung ist laut Osmanov die bisher größte Fallserie zu den Nachwir­kungen von COVID-19 bei Kindern. © rme/aerzteblatt.de

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Avatar #736261
Dr. Peter Pommer
am Donnerstag, 8. Juli 2021, 13:13

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Die Gesamtzahl klinkpflichtiger Infektionen bei Kindern ist sehr gering, spielt epidemiologisch keine Rolle. Und long-Influenza gibt es genau so, aber es wurde medial nie hochgepielt.
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