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Ausland

Indonesien weitet Lockdown auf das ganze Land aus

Mittwoch, 7. Juli 2021

Menschen stehen in einer Schlange an, um Sauerstoffflaschen an einer Tankstelle aufzufüllen. Indonesien meldet seit Tagen über 25.000 Coronaneuinfektionen mit steigender Anzahl an Intensivpatienten. Mehrere Corona-Infizierte starben in einem öffentlichen Krankenhaus aufgrund von Sauerstoffmangel./picture alliance, dpa

Jakarta – Im Kampf gegen die bislang heftigste Coronawelle hat Indonesien die Einschränkungen auf das gesamte Land ausgeweitet. Der heute verhängte landesweite Lockdown gilt zunächst bis zum 20. Juli. „Die Fallzahlen steigen auch in anderen Regionen und wir müssen dort auf die Verfügbarkeit von Kran­ken­häusern achten“, sagte der zuständige Minister Airlangga Hartarto.

Die Krankenhäuser mussten in den vergangenen Wochen massenweise neue Patienten aufnehmen, die unter anderem auch mit der hochansteckenden Delta-Variante des Virus infiziert waren. Einige Kliniken arbeiten wegen der Überlastung bereits mit zusätzlichen Zelten oder müssen Patienten ablehnen. Be­­reits am Wochenende waren in Indonesien wegen des alarmierenden Anstiegs der Coronaneuinfek­tionen neue Beschränkungen in Kraft getreten.

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Seit dem vergangenen Samstag gelten in der Hauptstadt Jakarta, auf der Hauptinsel Java und auf der Urlaubsinsel Bali strikte Einschränkungen. Schulen, Moscheen, Restaurants und Einkaufszentren müssen geschlossen bleiben. Der Unterricht für Schüler findet vorerst nur noch online statt. Unternehmen wur­den aufge­rufen, ihre Mitarbeiter ins Homeoffice zu schicken.

Auch der öffentliche Nahverkehr wurde eingeschränkt. Inlandsreisen per Bus, Bahn oder Flugzeug sind nur jenen erlaubt, die mindestens eine Impfdosis erhalten haben. Die Zahl der Coronatoten in Indone­sien hatte sich zuletzt in weniger als einem Monat versiebenfacht. Gestern wurden mit rund 31.200 Ansteckun­gen und 728 Todesfällen binnen 24 Stunden neue Höchstwerte verzeichnet.

Der indonesischen Regierung wird vorgeworfen, unzureichend auf die Pandemie reagiert zu haben. Präsident Joko Widodo hatte auf begrenzte Maßnahmen gesetzt, um der Wirtschaft des Landes nicht zu schaden. Am Freitag erklärte er aber, die derzeitige Lage zwinge die Regierung dazu, „striktere Maß­nahmen zu ergreifen“. © afp/aerzteblatt.de

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