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Ausland

Ärzte ohne Grenzen beendet Projekte in Tigray

Mittwoch, 7. Juli 2021

Berlin – Nach der Ermordung dreier ihrer Mitarbeiter in Äthiopien stellt die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) mehrere Projekte in der Konfliktregion Tigray im Norden des ostafrikanischen Landes ein.

„Auch fast zwei Wochen nach der Ermordung unserer Kollegin und unserer Kollegen hat niemand die Verantwortung für die Tat übernommen und die Umstände ihres Todes bleiben unklar“, beklagte die MSF-Projektleiterin Teresa Sancristoval heute. Sie forderte eine sofortige Untersuchung durch die zuständigen Stellen.

MSF hatte Ende Juni die Ermordung ihrer spanischen Projektkoordinatorin María Hernándenz und ihrer äthiopischen Kollegen Yohannes Halefom Reda und Tedros Gebremariam Gebremichael in Tigray bekannt gegeben.

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Insgesamt wurden seit Beginn der Kämpfe zwischen Soldaten der äthiopischen Armee und Kämpfern der Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) vor acht Monaten mindestens zwölf Mitar­beiter von Hilfsorgani­sa­tionen getötet. Die getöteten MSF-Mitarbeiter trugen nach Angaben der Orga­nisation Kleidung, die sie als humanitäre Helfer auswies.

Die nun geschlossenen MSF-Projekte betreffen die im Zentrum oder Osten Tigrays gelegenen Städte Abi Adi, Adigrat und Axum. In anderen Teilen der Region würden MSF-Teams Menschen in akuter Not weiter­hin unterstützen, erklärte die Organisation. © afp/aerzteblatt.de

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