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Politik

UV-Strahlung: Linke hält mehr Schutz bei der Arbeit für nötig

Donnerstag, 8. Juli 2021

/Alessandro Grandini, stock.adobe.com

Berlin – Mehr Schutz vor Hitze und intensiver Sonneneinstrahlung bei der Arbeit fordert die Linke im Bundestag. „Wer in brütender Hitze schuften muss, braucht Schutz. Arbeitgeber, die damit fahrlässig umgehen, schädigen die Gesundheit ihrer Beschäftigten“, sagte Jutta Krellmann, Sprecherin für Mit­bestimmung und Arbeit der Linke im Bundestag.

Laut einer Antwort des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales auf eine Anfrage Krellmanns, die dem Deutschen Ärzteblatt vorliegt, ist Hautkrebs durch arbeitsbedingte UV-Strahlung seit Jahren die zweit­häufig­ste Berufskrankheit. Im Jahr 2020 wurden 6.645 Fälle anerkannt. Die Gesamtzahl der Aner­kennungen sei in den vergangenen fünf Jahren um mehr als zwei Drittel angestiegen – nämlich von 3.897 auf 6.645 (+70,52 Prozent).

Gleichzeitig seien die Arbeitsunfähigkeitstage auf Grund von „Schäden durch Hitze und Sonnenlicht“ von 2010 bis 2019 um drei Viertel gestiegen. Die drei am häufigsten betroffenen Branchen seien die Land- und Forstwirtschaft, Wasserversorgung/Abwasser- Abfallentsorgung und das Baugewerbe.

Etwa zwei Drittel der Krankschreibungen entfielen auf Männer. Etwa zwei Drittel der Beschäftigten, die häufig im Freien arbeiten, geben laut der Antwort an, dass sie nicht über Gefährdungen durch Sonnen­ein­strahlung unterwiesen wurden. „Der Staat muss endlich für bessere Kontrollen und mehr Betriebsräte sorgen“, forderte Krellmann.

Der Antwort zufolge hat die Bundesregierung zudem keine Daten darüber, wie die Betriebe in Deutsch­land Schutzmaßnahmen umsetzen. Die Linke fordert daher eine verpflichtende Arbeitsschutzerklärung für Betriebe.

„Arbeitgeber müssten dann jährlich den Aufsichtsbehörden mitteilen, was sie für den Arbeits­schutz tun. Das geht digital, wie bei der Steuererklärung. Die Kontrollbehörden hätten endlich Anhalts­punkte, wo sie genauer hinschauen müssen“, so Krellmann. © hil/aerzteblatt.de

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