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Klinische Überprüfung des dritten deutschen Coronaimpfstoffs wird mit veränderter Version fortgeführt

Freitag, 16. Juli 2021

/Eisenhans, stock.adobe.com

Braunschweig/Dessau – Das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) und das Dessauer Unter­nehmen IDT Biologika setzen die klinische Überprüfung ihres COVID-19-Impfstoff MVA-SARS-2-S fort – allerdings mit einer neuen Version des Vakzins.

Das Studienprogramm war vorübergehend ausgesetzt worden, nachdem in der Phase I die Immunant­wor­ten unter den Erwartungen geblieben waren. Für die neue Impfstoffversion wurde das Spikeprotein des Vektor-Impfstoffs so verändert, dass es für die Erkennung durch das Immunsystem besser verfügbar ist.

Laut einer Mitteilung des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) – einem der zuständigen Stu­dienzentren – habe der neue Impfstoffkandidat gute Ergebnisse in präklinischen Mausmodellen gezeigt und sei in der Lage, eine verbesserte neutralisierende Immunantwort gegen SARS-CoV-2 zu induzieren.

Nun werden 30 Probanden gesucht, um die Dosierung des Impfstoffs, seine Verträg­lich­keit und die Im­mun­reaktion zu überprüfen. Das COVID-19-Vakzin von DZIF und IDT Biologika verwendet das vollständi­ge Spikeprotein von SARS-CoV-2 als Impfantigen. Als Vektor für die genetische Information des Spike-Proteins dient ein harmloses, langerprobtes Pockenimpfvirus, das Modifizierte Vacciniavirus Ankara (kurz MVA).

„Wir freuen uns, dass wir die Studie nun weiterführen können und werden in Kürze mit den ersten Im­pfungen mit dem optimierten Impfstoff bei den Probandinnen und Probanden mit drei verschiedenen Dosierungen starten“, sagte Marylyn Addo, Leiterin der Infektiologie des UKE und verantwortliche Prüf­ärztin der klinischen Studie.

Der Impfstoff gehört – neben BionTech und CureVac - zu den drei deutschen Projekten, die vom Bundes­ministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit einem Sonderprogramm finanziell unterstützt wer­den. © nec/aerzteblatt.de

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