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Ausland

WHO dringt bei Suche nach Ursprung von SARS-CoV-2 auf Laborinspektionen

Montag, 19. Juli 2021

/Paulista, stock.adobe.com

Genf – Auf der Suche nach dem Ursprung des Coronavirus SARS-CoV-2 macht die Weltgesundheitsorga­nisation (WHO) Druck: In einem Brief an die Mitgliedsländer hat sie die Forschungsprioritäten aufgelistet und eine neue ständige Arbeitsgruppe angekündigt, die sich mit der Suche nach dem Ursprung neuer Pathogene befassen soll.

WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus betonte am vergangenen Freitag in Genf, dass neben der Un­ter­suchung von Wildtieren und Tiermärkten im chinesischen Wuhan, wo das Virus Ende 2019 zum ersten Mal aufge­taucht war, auch die dortigen Labore inspiziert werden müssten.

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China hatte die Reise des ersten WHO-Forscherteams monatelang verzögert. Obwohl die WHO die Unter­suchungen fortsetzen will, macht Peking keine Anstalten, eine Fortsetzung der Arbeit in China zuzulass­en.

Das Thema ist heikel. Die USA werfen China vor, transparente Analysen zu verhindern. Peking argwöhnt, dass die USA China Schuld an der Verbreitung des Virus geben wollen. Die Behörden streuen abwegige Theorien, dass das Virus auch über Gefrierware aus dem Ausland nach China gelangt sein könnte.

Das WHO-Team, das nach monatelangem Gezerre erst im Januar nach China reisen durfte, berichtete En­de März, es sei „wahrscheinlich bis sehr wahrscheinlich“, dass das Virus von einem Tier über einen Zwi­schenwirt auf den Menschen übergesprungen sei. Dass das Virus aus Versehen aus einem Virenlabor ent­wich und sich verbreitete, gelte als „extrem unwahrscheinlicher Weg“.

Die USA halten aber an der These eines Laborunfalls fest. Das werde zumindest in Teilen des US-Geheim­dienstapparates für möglich gehalten, sagte US-Präsident Joe Biden Ende Mai und ordnete weitere Prü­fungen an. Ende August soll der Geheimdienst berichten.

China betont dagegen immer, dass „global“ nach dem Ursprung gesucht werden müsse. Die USA er­schwer­ten die Suche mit ihren „politischen Manipulationen“, wie ein Sprecher des Außenministeriums sagte. © dpa/aerzteblatt.de

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