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Ausland

Coronaneuinfektionen in Israel überschreiten wieder 1.000er-Marke

Montag, 19. Juli 2021

/picture alliance, newscom | DEBBIE HILL

Tel Aviv – Die Zahl der innerhalb eines Tages gemeldeten Coronaneuinfektionen in Israel hat erstmals seit vier Monaten wieder die 1.000er-Marke überschritten. Das Ge­sund­heits­mi­nis­terium teilte vorgestern mit, binnen 24 Stunden seien 1.118 neue Fälle gemeldet worden.

Dies ist die höchste Zahl seit Mitte März. Während des Höhepunkts der Pandemie im Januar war die Zahl der täglichen Fälle in Israel allerdings auf über 10.000 gestiegen.

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Der israelische Ministerpräsident Naftali Bennett hatte bei einer Beratung am vergangenen Freitag ge­sagt, die Delta-Variante sorge zu einem weltweiten Anstieg der Coronafälle, „auch in geimpften Ländern wie Großbri­tannien, den USA und Israel“.

Gegenwärtig setze sich die Einschätzung durch, „dass die Wirksamkeit der vorhandenden Impfstoffe ge­gen die Delta-Variante schwächer ist, als wir gehofft hatten“. Es zeige sich, dass das Problem nicht allein durch Impfungen gelöst werden könne. Die Delta-Variante war zuerst in Indien entdeckt worden und gilt als besonders ansteckend.

Angesichts des neuen Anstiegs der Infektionen will Israel von übermorgen an wieder Beschränkungen für Versammlungen von mehr als 100 Menschen in geschlossenen Räumen einführen. An solchen Ver­an­staltungen dürfen dann erneut wieder nur Geimpfte, Genesene oder Menschen mit negativem Testergeb­nis teilnehmen. Außerdem gilt in geschlossenen Räumen wieder Maskenpflicht.

Rund 62 Prozent der 9,3 Millionen Landesbewohner haben bereits eine erste Coronaimpfung erhalten, mehr als 56 Prozent auch die zweite Dosis. Die Zahl der Schwerkranken ist binnen eines Monats von 19 auf 58 gestiegen.

Mehr als die Hälfte davon hat nach Angaben des Ge­sund­heits­mi­nis­teriums mindestens eine Impfdosis gegen das Coronavirus erhalten. Im Januar hatte die Zahl der Schwerkranken noch bei rund 1.200 gele­gen. © dpa/aerzteblatt.de

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