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Ärzteschaft

Hausärzte: Versorgung ambulanter Patienten in Coronalage einbeziehen

Montag, 19. Juli 2021

/picture alliance, dpa | Oliver Berg

Berlin – Der Deutsche Hausärzteverband fordert, bei der Beurteilung der Coronapandemie in Deutsch­land auch die Versorgungslage der Hausarztpatienten zu berücksichtigen.

„Für unser tägliches Arbeiten sind die reinen Inzidenzzahlen nicht so entscheidend wie die Zahl der Pa­tientinnen und Patienten, die mit mittleren und schweren Symptomen unsere Praxen aufsuchen“, sagte Verbandschef Ulrich Weigeldt dem Redaktions­netzwerk Deutschland (RND). Deshalb müsse die „Krank­heitslast ein stärkeres Gewicht bei der Bewertung der aktuellen Lage“ bekommen.

Derzeit spiele die steigende Zahl der Neuinfektionen keine signifikante Rolle für die Hausärzte, weil das Niveau in Deutschland noch relativ gering sei, sagte Weigeldt. Nur vereinzelt gebe es Hotspots. Deutlich zu spüren sei aber die nachlassende Impfbereitschaft.

Diese führt Weigeldt auch auf mangelnde Weitsicht bei der Impfkampagne von Bund und Ländern zu­rück. „Die Trägheit zu Beginn der Impfkampagne rächt sich nun in den Sommermonaten“, sagte er.

Während im Frühjahr noch viele Menschen mit großem Enthusiasmus hätten geimpft werden wollen, sei nun deutlich spürbar, dass viele in den eher ruhigen Sommermonaten keinen Zeitdruck zur Impfung verspürten oder noch skeptisch seien. © dpa/aerzteblatt.de

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