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Ausland

Sechstägiger Coronalockdown in Irans Hauptstadt verhängt

Dienstag, 20. Juli 2021

Irans Staatspräsident Hassan Ruhani. /picture alliance, ZUMA Wire, Iranian Presidency

Teheran – Nach einem Anstieg der Todes- und Infektionszahlen im Zusammenhang mit der Delta-Variante des Coronavirus SARS-CoV-2 hat die iranische Regierung einen sechstägigen Lockdown in der Hauptstadt Teheran verhängt.

„Teheran ist zur Roten Zone erklärt worden und daher bleiben alle Behörden in der Stadt von diesem Diens­tag bis kommenden Sonntag geschlossen“, sagte Regierungssprecher Ali Rabiei gestern im Staats­fernsehen. Medienberichten zufolge sollen auch der Basar und die Einkaufspassagen während dieses Zeitraums ge­schlossen bleiben. Unklar sei noch, ob auch die Banken schließen oder nicht.

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Die Delta-Variante hatte in den vergangenen Wochen für eine Zunahme der Coronazahlen in dem Land gesorgt. Nach Angaben des Ge­sund­heits­mi­nis­teriums gab es zuletzt pro Tag bis zu 200 Tote und mehr als 22.000 Neuinfektionen. Seit Beginn der Pandemie wurden im Iran mehr als 87.000 Todesfälle und mehr als 3,5 Millionen Infektionen registriert.

Das Land ist von der Pandemie besonders hart betroffen, auch weil die Wirtschaftskrise und US-Sank­tionen die Einfuhr von Impfstoffen erheblich erschwert haben. Die Impfkampagne für die mehr als 83 Millionen Menschen kommt nur schleppend voran. Bislang wurden nur knapp über zehn Prozent der Iraner mit haupt­sächlich russischen und chinesischen Vakzinen geimpft. © dpa/aerzteblatt.de

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