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Hohe Bereitschaft zur Gesundheitsdaten­spende

Montag, 19. Juli 2021

/Chris, stock.adobe.com

Bremen/Berlin – Viele Menschen in Deutschland sind in der COVID-19-Pandemie bereit, ihre Gesund­heitsdaten für die Forschung zur Verfügung zu stellen. Bislang haben mehr als 500.000 Menschen die Corona-Datenspende-App des Robert-Koch-Instituts (RKI) heruntergeladen. Sie soll unter anderem dazu beitragen, Coronahotspots frühzeitig zu erkennen.

Wissenschaftler des Technologie-Zentrums Informatik und Informationstechnik (TZI) der Universität Bre­men haben jetzt Erfahrungsberichte von mehr als 10.000 Nutzern ausgewertet. Während den meisten Nutzern das Ziel der App – die frühzeitige Erkennung von Coronahotspots – bewusst war, konnten sie den persönlichen Wert ihrer Datenspende nicht nachvollziehen.

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„Entgegen bisherigen Erfahrungen mit anderen Projekten aus der Gesundheitsforschung geben die App-Nutzer auch dann ihre Daten für die Forschung frei, wenn sie keinen direkten Nutzen für sich selbst se­hen. Offenbar genügt in diesem Fall der Anreiz, einen Beitrag zur Bewältigung eines großen gesellschaft­li­chen Problems zu leisten“, so die Forscher.

Die Arbeitsgruppe hat aus der Auswertung ihrer Ergebnisse Erfolgsfaktoren für künftige wissenschaftli­che Projekte mit Bürgerbeteiligung abgeleitet. Es sei ratsam, dass offizielle Institutionen solche Projekte der wissenschaftlichen Bürgerbeteiligung aktiv unterstützen und ihren Nutzen für die Gesellschaft klar kommunizierten. „Bewährt hat sich zum Beispiel die Unterstützung der Corona-Datenspende-App durch die Bundesregierung und das Robert-Koch-Institut“, erklärte Johannes Schöning aus dem TZI.

Es sei allerdings künftig sinnvoll, den persönlichen Anteil der Teilnehmern und ihre direkten Vorteile zu verdeutlichen. Deshalb sollten die Systeme künftig Informationen auch auf individueller Ebene kommu­nizieren, beispielsweise durch regelmäßige Benachrichtigungen in der App. Außerdem sei der Aufbau einer Community sinnvoll, die sich bei Fragen gegenseitig unterstützt, raten die Wissenschaftler. © hil/aerzteblatt.de

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