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Ärzteschaft

Videos informieren in 16 Sprachen über Coronaimpfung

Dienstag, 20. Juli 2021

Ein Arzt spritzt einem Geflüchteten den COVID-19-Impfstoff von Janssen (Johnson & Johnson) in einer Übergangswohneinrichtung für Geflüchtete in den Arm. /picture alliance, Jonas Güttler

Hannover – Kurdisch, Somali, Twi, Russisch, Arabisch und etliche mehr: Der Flüchtlingsrat Niedersachsen hat mit Ärztinnen und Ärzten und weiteren Partnern Infovideos zur Coronaimpfung in verschiedenen Fremdsprachen erstellt – und auf deutsch.

„Wir waren überrascht und erschrocken darüber, wie niedrig die Coronaimpfquoten in Gemeinschafts­un­ter­­­­künften sind“, erklärt der Geschäftsführer des Flüchtlingsrates, Kai Weber, dem Deutschen Ärzteblatt. Diese lägen bei rund 20 Prozent der Geflüchteten – obwohl die Impfung wegen der Priorisierung bereits ab Februar möglich sei.

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Mangelnde verständliche Informationen seien ein wichtiger Grund dafür. „Es kursieren Gerüchte, dass dies keine Impfung sei, sondern Medikamente getestet würden oder dass die Impfung eine Voraus­set­zung für eine Abschiebung sei“, erläutert Weber.

Diesen Ängsten wollte der Rat mit seriösen und verständlichen Informationen entgegentreten. Ein guter Weg dazu sei, dass Ärzte in den Herkunftssprachen der Geflüchteten über die Impfung informierten. Zwar gäbe es die seriösen und fundierten Informationen des Robert-Koch-Institutes, sie seien für viele Be­troffene aber unverständlich, so Weber.

Neben den Videos sind die Informationen auch schriftlich in den Herkunftssprachen verfügbar. „Durch das Impfen sinkt das Risiko zu erkranken. Wenn Viren, Bakterien oder Pilze in den Körper eindringen, spricht man dabei auch von Infektion. Manche Infektionen können sogar bis zum Tod führen. Durch eine Impfung können Infektionen vermieden werden, ebenso auch gesundheitliche Schäden, die manchmal erst viele Jahre später auftreten“, heißt es in der deutschen Version.

Auch auf die Frage der frühen Priorisierung von Menschen in Sammelunterkünften geht die Information ein. „Menschen in Sammelunterkünften haben ein hohes Risiko, sich mit dem Coronavirus zu infizieren, weil hier viele Menschen auf engem Raum zusammenleben. Das macht Abstandhalten extrem schwierig. Es ist deshalb besonders wichtig, diese Menschen sehr gut zu schützen“, lautet die Antwort.

Die Autoren betonen: „Die Impfstoffe wurden bereits vor längerer Zeit an Freiwilligen getestet. Inzwi­schen sind weltweit fast zwei Milliarden Wirkstoffe für Impfungen ausgegeben worden. Über eine Milliar­de Menschen, also fast ein Siebtel der Bevölkerung der ganzen Welt, ist vollständig geimpft.“

An dem Projekt beteiligten sich auch die Niedersächsische Lotto-Sport-Stiftung , das Büro der Beauf­tragten des Landes für Migration und Gleichstellung und die Agentur Futur III. © hil/aerzteblatt.de

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