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Mütter verlagerten Arbeit während Corona häufiger als Männer

Dienstag, 20. Juli 2021

/natalialeb, stock.adobe.com

Nürnberg – Die Kinderbetreuung und das Homeoffice haben während der Coronapandemie vor allem bei Müttern die Arbeit teilweise auf den Abend oder das Wochenende verlagert. Zu diesem Ergebnis kommt eine heute veröffentlichte Untersuchung des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB).

Dies sei bei rund 52 Prozent der Mütter mit Kindern unter 14 Jahren zu Beginn der Pandemie im April 2020 geschehen. Dagegen sei dies nicht einmal bei einem Drittel der Väter so gewesen. Der Anteil bei den Frauen sei bis Oktober auf 26 Prozent gesunken, bei den Männern auf rund 18 Prozent.

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Laut IAB haben 33 Prozent der Beschäftigten, die im April 2020 Kinder unter 14 Jahren zu betreuen hatten, ihre Arbeitszeiten zumindest teilweise verlagert. Bei denjenigen ohne Kinder waren es 16 Pro­zent. Neben der Kinderbetreuung während der Schul- und Kitaschließungen sehen die Forscher auch Hinweise, dass das Arbeiten zu Hause eine Rolle für die Verschiebung der Arbeitszeiten spielt.

So hätten Beschäftigte im Homeoffice ihre Arbeitszeit pandemiebedingt häufiger verlagert als Beschäf­tig­te, die kein Homeoffice nutzten. In der ersten Gruppe gaben laut den Forschern im April 2020 mehr als ein Drittel an, zu anderen Zeiten zu arbeiten als noch vor der Pandemie – im Vergleich zu knapp 15 Pro­zent, die kein Homeoffice nutzten.

Bis Oktober 2020 seien die Anteile in beiden Gruppen deutlich auf etwa 18 beziehungsweise fünf Pro­zent gesunken. Insgesamt änderten dem IAB zufolge im April 2020 noch ein Viertel der Befragten ihre Arbeitszeiten, bis Oktober 2020 sank dieser Anteil auf elf Prozent.

Keine Auswirkungen habe die Verlagerung der Arbeitszeit auf die Zufriedenheit im Job, so die Wissen­schaftler.

Ihre Daten bezogen sie den Angaben zufolge aus der Coronazusatzbefragung des Linked Per­sonnel Panel (LPP), einer Befragung von Arbeitnehmern privatwirtschaftlicher Betriebe mit mindes­tens 50 Beschäftig­ten. In der ersten Welle haben demnach 1.212, in der zweiten Welle 909 und in der dritten Welle 682 Personen teilgenommen. © kna/aerzteblatt.de

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