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Katholische Krankenhäuser kämpfen mit Folgen des Hochwassers

Dienstag, 20. Juli 2021

Das Klinikum Mutterhaus Ehrang stand unter Wasser und wurde komplett notevakuiert. /picture alliance, Sebastian Schmitt

Trier – Die katholischen Krankenhäuser in Trier-Ehrang und Bad Neuenahr-Ahrweiler kämpfen mit den Folgen des Hochwassers. Für das Mutterhaus Klinikum in Ehrang lasse sich derzeit nicht abschätzen, wann der Betrieb wieder aufgenommen werden kann, teilte das Krankenhaus heute mit.

Patienten werden demnach bis auf weiteres in den beiden Mutterhaus-Krankenhäusern in der Stadt ver­sorgt. „Wir gehen davon aus, dass die Schäden an den Versorgungsstrukturen so umfangreich sind, dass die Wiederinbetriebnahme leider nicht in ein paar Wochen möglich sein wird“, sagte der kaufmännische Geschäftsführer Oliver Zimmer.

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Alle etwa 100 Patienten wurden am vergangenen Donnerstag aus dem Klinikum Ehrang evakuiert. Keller und Erdgeschoss des Krankenhauses waren vom Hochwasser betroffen. Ein Heliumtank, der zwischen­zeit­lich aufgrund der Flut zu explodieren drohte, konnte demnach sicher geborgen werden. Das Gebäude könne inzwischen wieder betreten werden. Derzeit würden die Hochwasserschäden im Gebäude geprüft.

Das Marienhaus Klinikum in Bad Neuenahr-Ahrweiler bietet aktuell eine Notfallversorgung an, wie Kliniksprecher Dietmar Bochert heute sagte. Beabsichtigt werde, den Klinikbetrieb Anfang August – zumindest in eingeschränkter Form – auszuweiten.

Das hänge davon ab, wie lange es dauere, die notwendige Infrastruktur wie die Abwasserversorgung herzustellen. Eine provisorische Trinkwasseraufbereitung habe das Technische Hilfswerk (THW) bereits eingerichtet.

Die rund 100 stationären Patienten der Klinik wurden in der vergangenen Woche in Krankenhäuser in Remagen, Neuwied, Koblenz und Bonn gebracht. Das Hochwasser beschädigte demnach Vorrats- und Lagerräume im Keller des Krankenhauses sowie die Versorgung mit Strom, Wasser und Telefon.

Träger des Mutterhaus Klinik in Trier Ehrang sind die Barmherzigen Schwestern vom Heiligen Karl Bor­romäus. Das Klinikum hat rund 3.000 Mitarbeiter und etwa 1.000 Betten an drei Standorten in Trier. Der karitativ tätige katholische Frauenorden wurde 1652 gegründet.

Die Klinik in Bad Neuenahr-Ahrweiler ist eine Einrichtung der katholischen Marienhaus Unternehmens­gruppe. Die Marienhaus Stiftung wurde von den Waldbreitbacher Franziskanerinnen gegründet und ist einer der größten christlichen Träger von sozialen Einrichtungen in Deutschland. © kna/aerzteblatt.de

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