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Opioidvergleich: US-Pharmakonzerne akzeptieren milliardenschwere Zahlungen

Mittwoch, 21. Juli 2021

/Andy Dean, stockadobecom

New York – In einem wichtigen US-Prozess um süchtig machende Schmerzmittel haben drei Arznei­mittel­großhändler einen milliardenschweren Vergleich mit dem Bundesstaat New York akzeptiert.

Die Unternehmen – McKesson, AmerisourceBergen und Cardinal Health – zahlen bei dem Deal zu­sammen mehr als 1,1 Milliarden Dollar (rund 900 Millionen Euro), wie New Yorks Generalstaatsanwältin Letitia James mitteilte.

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Im Gegenzug wird das Gerichtsverfahren gegen die Konzerne eingestellt. Das Geld soll unter anderem in Hilfsprogramme gesteckt werden und über einen Zeitraum von 17 Jahren gestreckt fließen.

Der Kompromiss mit der New Yorker Staatsanwaltschaft betrifft nur einen kleinen Teil der Verfahren ge­gen US-Firmen, die beschuldigt werden, mit Schmerzmitteln zur grassierenden Medikamentenabhängig­keit und Drogen-Epidemie in den USA beigetragen zu haben.

Bundesstaaten, Städte und Landkreise fordern von Unternehmen der Pharmaindustrie viele Milliarden von Dollar zurück, die sie für den Kampf gegen Opiatabhängigkeit und Überdosierung ausgegeben haben. Zuvor hatten bereits einige andere Konzerne einzelne Vergleiche erzielt.

Eine umfassende landesweite Einigung, mit der Tausende Klagen in den USA beigelegt werden könnten, steht indes noch aus.

Dem Wall Street Journal zufolge befinden sich die seit über zwei Jahren laufenden Verhandlungen von McKesson, AmerisourceBergen und Cardinal Health sowie Johnson & Johnson über einen rund 26 Milli­arden Dollar schweren Vergleich mit US-Bundesstaaten und Gemeinden kurz vor dem Abschluss. Es gehe zunächst aber nur darum, den vorläufigen Rahmen für einen Kompromiss abzustecken, berichtete das Finanzblatt unter Berufung auf Insider.

Den US-Medikamentenhändlern und -herstellern wird vorgeworfen, Schmerzmittel unter Verschleierung der Suchtgefahren mit rücksichtslosen und aggressiven Methoden vermarktet zu haben. Damit wurde aus Sicht der Kläger ein wesentlicher Grundstein für die verheerende Opioidepidemie in den Vereinigten Staaten gelegt, die in den vergangenen Jahren laut US-Behörden zu Hunderttausenden Toten durch Überdosierungen führte. © dpa/aerzteblatt.de

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