NewsVermischtesCorona: Keine Intensivpatienten mehr in Mecklenburg-Vor­pommern
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Corona: Keine Intensivpatienten mehr in Mecklenburg-Vor­pommern

Mittwoch, 21. Juli 2021

/picture alliance, HANS PUNZ

Rostock – In Mecklenburg-Vorpommern ist die Zahl der Coronapatienten auf den Intensivstationen seit Anfang der Woche auf null gesunken, die der Klinikpatienten mit dem Virus auf drei. Über die Konse­quen­­zen gibt es nun Diskussionen.

Die Kontaktbeschränkungen sollten aufrechterhalten bleiben, sagte der Rostocker Tropenmediziner Emil Reisinger. Der Grund dafür sei die Delta-Variante des SARS-CoV-2-Virus, die in Deutschland bereits stark verbreitet sei.

Anzeige

Der Vorsitzende des Hausärzteverbands Mecklenburg-Vorpommerns, Stefan Zutz, sprach sich dagegen für ein dynamisches System bei der Anpassung der Anti-Corona-Maßnahmen aus. Grundlage sei der politi­sche Ausgangspunkt zu Beginn der Pandemie, dass das Gesundheitssystem nicht überlastet werden dürfe.

Zutz vermutete, dass die Politik Angst davor habe, Lockerungen möglicherweise wieder rückgängig ma­chen zu müssen. „Ich glaube, dass das Verständnis bei der Bevölkerung größer ist. Wenn die Inzidenz un­ten ist, wird gelockert. Wenn sie steigt und einen gewissen Wert überschreitet, wird verschärft.“

Die Sieben-Tage-Inzidenz war gestern im Vergleich zum Vortag um 0,7 auf nunmehr 3,0 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche gesunken. Acht neue Infektionen wurden gemeldet. Bei 89 Menschen gibt es bekannte Coronainfektionen.

Steigerungspotenzial sieht Zutz bei der Impfkampagne. Bei der Aufklärung von skeptischen Patienten könnten die Hausärzte hilfreich sein. Allerdings würden die Beratungen immer aufwendiger, doch das werde nicht entsprechend honoriert.

Für Reisinger führen die Erfahrungen, die in Großbritannien mit der Delta-Variante gemacht werden, zu der Annahme, dass in Deutschland und verzögert in Mecklenburg-Vorpommern die Fallzahlen weiter steigen werden. „Wir haben jetzt so wenige Fälle, weil wir in der dritten Welle den Lockdown hatten und die Über-60-Jährigen zum Großteil geimpft sind.“ Auch viele der Jüngeren seien geimpft.

„Wir sind jetzt in einer Phase, in der die Entwicklung nicht klar absehbar ist. Es ist Vorsicht geboten“, betonte der Mediziner. Es bestehe die Gefahr, dass beim weitgehenden Verzicht auf Abstandsregeln und das Maskentragen die Zahl der Infizierten so wie in Großbritannien stark ansteige. © dpa/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Avatar #736261
Dr. Peter Pommer
am Donnerstag, 22. Juli 2021, 20:07

Drei Corona-Patienten in Kliniken in einem Bundesland...

...aber Aufrechterhaltung der Kontaktbeschränkungen? Ganz klar eine pandemische Notlage nationaler Bedeutung. Man sollte über einen lockdown nachdenken, bis die Zahl bei Null liegt!
LNS
LNS LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER