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Ausland

Frankreich verschärft wieder Coronaregeln

Mittwoch, 21. Juli 2021

Frankreichs Präsident Emanuel Macron (l.) und der französische Ge­sund­heits­mi­nis­ter Olivier Véran. /picture alliance, ASSOCIATED PRESS, Ludovic Marin

Paris – Im Kampf gegen eine neue Coronawelle gelten in Frankreich verschärfte Coronaregeln. Im Kino, Theater oder Museum ist von heute an ein negativer Coronatest oder ein Impf- oder Genesungsnachweis notwendig. Das gilt, sobald mehr als 50 Menschen zusammenkommen.

Die Änderungen hatte Staatschef Emmanuel Macron in der zurückliegenden Woche angekündigt. Be­troffen sind laut Amtsblatt auch andere Veranstaltungen oder Orte wie beispielsweise Messen oder bestimmte Sporteinrichtungen.

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Das Land sei zurzeit mit einer vierten Coronawelle konfrontiert, hatte Regierungssprecher Gabriel Attal vorgestern gesagt. Diese Welle könne „sehr hoch“ ansteigen, warnte er. In dem Land mit rund 67 Millio­nen Menschen hat weit über die Hälfte zumindest eine Impfung erhalten.

Von Anfang August an wird in Land dann auch ein Nachweis in Fernzügen, Bars, Restaurants, Einkaufs­zent­ren oder Krankenhäusern verpflichtend sein. Die Regierung brachte dazu ein Gesetz auf den Weg. Ein genauer Termin für die Änderung steht bisher nicht fest.

In Frankreich hatte sich die Coronalage zuletzt deutlich verschlechtert. Wie Ge­sund­heits­mi­nis­ter Olivier Véran gestern mitteilte, wurden binnen eines Tages 18.000 Neuinfektionen registriert.

Das entspricht nach Angaben des Ministers einem Anstieg von 150 Prozent in einer Woche. „So etwas haben wir noch nie gesehen“, sagte Véran. Die Zahl der gemessenen Neuinfektionen ist die höchste seit Mitte Mai.

Am Wochenende hatten zehntausende Franzosen gegen die neuen Maßnahmen demonstriert. Premier­minister Jean Castex kündigte deshalb an, das zugrunde liegende Gesetz dem Verfassungsrat zur Prüfung vorzulegen. Es sieht auch eine Impfpflicht für das Gesundheits- und Pflegepersonal vor.

Einige Abgeordnete erhielten wegen der neuen Coronaauflagen Morddrohungen. Die Pariser Staatsan­waltschaft eröffnete deshalb Ermittlungen. Bisher sind gut 45 Prozent der Franzosen vollständig geimpft. © afp/dpa/aerzteblatt.de

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