NewsÄrzteschaftHilfe für Ärzte nach Flutkatastrophe: Ärztekammer Rheinland-Pfalz bittet um Sach- und Geldspenden
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Hilfe für Ärzte nach Flutkatastrophe: Ärztekammer Rheinland-Pfalz bittet um Sach- und Geldspenden

Mittwoch, 21. Juli 2021

Feuerwehrleute stehen im Dorf Mayschoß vor völlig zerstörten Häusern. /picture alliance, Boris Roessler

Mainz – Die Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz hat auch zahlreiche Arztpraxen im Land getroffen. Die Landes­ärztekammer bittet nun alle betroffenen Ärzte, sich zu melden. Die Kammer startete einen Aufruf für medizi­nische Sachspenden. Eingerichtet wurde auch ein Spendenkonto.

Wie die Lan­des­ärz­te­kam­mer Rheinland-Pfalz auf ihrer Internetseite schreibt, melden sich immer mehr Ärzte aus den betroffenen Hochwasserregionen, die die medizinische Versorgung nicht mehr auf­recht halten kön­nen. Exakte Zahlen nannte die Kammer bisher nicht.

Anzeige

Einige Ärzte, aber auch Krankenhäuser, hätten sich ganz aus der Versorgung abmel­den müssen, weil ihre Praxen durch die Wassermassen zerstört seien, hieß es. Die Ärzte versuchten zwar nach allen Kräften, eine Notfallversorgung ihrer Patienten zu ermöglichen, so die Lan­des­ärz­te­kam­mer Rheinland-Pfalz. Doch viele Kollegen stünden vor den Trümmern ihrer Existenz.

So hätten die Wasserfluten Praxisinventar mit sich gerissen – oder dieses sei nicht mehr funktions- und einsatzfähig. „Es fehlt an allem: EKG, Sonografie-Geräte, Laborzubehör, Verbandsmateria­lien sowie Mobi­liar und vieles mehr“, so die Ärztekammer. Sie wendet sich jetzt mit einem Aufruf an die Menschen in Deutschland.

„Wer medizinische Sachspenden hat, kann sich gerne per Mail bei uns melden. Wir helfen bei der Vermitt­lung weiter", so die Kammer. Der Kontakt bei der Ärztekammer ist: Ines Engelmohr, Telefon 06131/28822-25, Mobil 0170/4771471, E-Mail: engelmohr(at)laek-rlp.de.

Die Kammer bittet darüber hinaus alle betroffenen Ärzte, sich zu melden, damit man ihnen Hilfsmöglich­keiten anbieten kann. Die verheerende Flutkatastrophe habe große Teile von Rheinland-Pfalz heimge­sucht „und auch Kolle­ginnen und Kollegen schwer getroffen“, sagte Günther Matheis, Präsident der Lan­desärzte­kammer Rheinland-Pfalz.

Um schnell zu helfen, habe man auch ein Spendenkonto (Empfänger Lan­des­ärz­te­kam­mer, Mainzer Volks­bank, IBAN: DE74 5519 0000 0654 2750 31, BIC: MVBMDE55, Stichwort: Hochwasser) eingerichtet.

Matheis betonte, jede Geldspende sei eine wichtige Unter­stützung, um die ärztliche Versorgung in den betroffe­nen Regionen wieder zum Laufen zu bringen. Die Spen­den sollen „unbürokratisch und eins zu eins“ an betroffene Kollegen weitergeben wer­den, verspricht die Lan­des­ärz­te­kam­mer.

Sie weist darauf hin, dass ab einem Betrag von 300 Euro eine Spendenquittung ausgestellt werden kann. Bei geringeren Beträgen reiche der Kontoauszug mit dem Verwendungszweck „Hochwasser“ als Nachweis aus, heißt es. Der Kammerpräsident hofft auf viele Einzelspenden, die über 300 Euro liegen.​ © may/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS
VG WortLNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER